Kimi Antonellis Gelassen-Geheimnis: «Papa ist mein Fels in der Brandung»
Kimi Antonelli führt als jüngster Formel-1-Fahrer aller Zeiten die WM-Wertung an. Trotzdem wirkt der 19-Jährige gelassen und entspannt. Das liegt auch an der Unterstützung von Team und Familie.
Kimi Antonelli führt derzeit mit nur 19 Jahren und in seiner zweiten Formel-1-Saison die WM-Wertung an. Und das mit Abstand: 45 bzw. 50 Punkte auf Platz 2 (Hamilton) und 3 (Russell). Der junge Italiener hat eine wahnsinnige Entwicklung hingelegt, beeindruckt mit einer für sein Alter erstaunlichen Reife auf der Strecke und daneben.
Entsprechend groß ist im Fahrerlager von Budapest der Andrang bei der Medienrunde des möglicherweise künftigen Weltmeisters. Das Erdgeschoss der Mercedes-Hospitality am Hungaroring ist rappelvoll. Und Antonelli tritt mit einer merklichen Ruhe vor die große Gruppe Journalisten.
Antonelli bleibt am Boden – dank Team und Familie
Wie sehr er trotz der unglaublich erfolgreichen ersten Saisonhälfte auf dem Boden geblieben ist, merkt man auch an seinen Aussagen. Auf eine Frage zu seiner Entwicklung und der Rolle seiner Familie sagt Antonelli: «Ich glaube, dass die Tatsache, ein großartiges Team und eine großartige Familie um mich zu haben, mir auf diesem Weg bisher geholfen hat und es auch weiterhin tut.»
Mit seinem Team ist er tief verwurzelt: «Ich bin seit 2018 bei Mercedes, habe mich also gemeinsam mit dem Team weiterentwickelt. Und dass ich die Menschen dort auch immer besser kennenlernen konnte, hilft mir ebenfalls in der Formel 1. Außerdem trägt ein gutes Verhältnis zu ihnen dazu bei, das Wochenende viel mehr zu genießen. Und das ermöglicht es einem auch, freier zu sein. Ich denke also, all das trägt ein wenig zur Leistung bei.» Antonelli fühlt sich merklich wohl – in der Saison, im Team, in der Situation.
Papa Marco ist oft dabei
Sein Vater Marco ist regelmäßig an der Strecke mit dabei. Antonelli: «Meine Familie hat mich die ganze Zeit über unterstützt und das tun sie natürlich auch weiterhin. Mein Vater ist so etwas wie mein Fels in der Brandung, weil wir so viele Dinge gemeinsam haben. Und ich höre mir nach den Trainings, nach einem Rennen, nach dem Qualifying immer gerne seine Sichtweise an, denn so machen wir das schon seit den Kart-Zeiten.» Von der Kartstrecke an die Spitze der Formel 1.
Antonelli: «Es ist sehr wichtig, jemanden wie ihn an meiner Seite auf diesem Weg zu haben, besonders in einem Jahr wie diesem. Die Unterstützung der Familie zu haben, vor allem von jemandem, der mich besser kennt als jeder andere. Er spielt also ganz sicher nach wie vor eine riesige Rolle. Es ist auch das Team, das mir geholfen hat, mich weiterzuentwickeln, zu wachsen und als Mensch zu reifen. Und genau das macht zum Beispiel im Vergleich zum letzten Jahr den größten Unterschied aus.» Ganz lässig kämpft Antonelli um den WM-Titel, so scheint es.
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