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Cyril Abiteboul prahlt: Renault ist besser als Honda

​Der Stachel sitzt tief: Red Bull Racing verbündet sich für 2019 und 2020 mit Honda, die seit langem zerrüttete Ehe mit Renault zerbricht. Renault-Teamchef Cyril Abiteboul prahlt: «Wir sind besser als Honda.»

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Am Donnerstag gab es im Fahrerlager des Circuit Paul Ricard bei Le Castellet drei dominierende Themen: Erstens die Rückkehr unserer Zirkustruppe nach Frankreich mit ordentlichem Verkehrs-Chaos rund um die Rennstrecke; zweitens das mögliche Formel-1-Aus für Kimi Räikkönen bei Ferrari; und drittens der Vertrag zwischen Red Bull Racing und Honda.

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Fakt ist: Obschon Renault mit Red Bull Racing Erfolg hat (zwei Siege von Daniel Ricciardo in diesem Jahr), obschon RBR alle seine 57 GP-Siege mit Renault eingefahren hat, ist die Ehe seit Jahren brüchig, vergiftet von gegenseitigen Schuldzuweisungen. Renault hat immer gestört, zu wenige Werbewirkung zu erhalten. Red Bull Racing moniert zu Recht, dass Renault es nicht fertigbringt, einen Motor zu bauen, der als Klassenbester gilt.

Wie auch immer: Red Bull Racing fährt 2019 und 2020 mit Honda, und Renault reagiert mit einer Mischung aus Stolz und Häme. Vor kurzem hielt Renault-Teamchef Cyril Abiteboul fest, wenn RBR WM-Titel gewinnen wolle, wären sie gescheiter bei Renault geblieben. Es war auch davon die Rede, Renault würde so zulegen, dass Red Bull Racing den Schritt noch bereuen werde.

Nun sagt der 40jährige Pariser: "Ich glaube, wir sind besser. Der Rest ist Spekulation. Alles wird davon abhängen, wie wir uns entwickeln und was Honda für die kommende Saison macht. Und das weiss heute keiner." Gegenüber Sky Sports meint Abiteboul weiter: "Honda entwickelt sich gut, ihre Motoren laufend standfester, sie scheinen auch in Sachen Leistung einen Schritt gemacht zu haben. Aber wir sind konkurrenzfähiger, wie die Erfolge mit Red Bull zeigen."

Viele im Fahrerlager fragen sich: Jetzt, wo klar ist, dass RBR künftig mit Honda arbeitet, werden sie nun zum Kunden zweiter Klasse? Abiteboul: "Wir werden genau das tun, was wir bislang getan haben – einen Motor liefern, der ihren Erwartungen entspricht. Ich glaube, wir beweisen gerade, wozu wir fähig sind."

"Eigentlich war es immer so geplant. Wir haben Helmut Marko und Christian Horner im vergangenen Jahr gesagt, dass wir Ende 2017 aufhören, Toro Rosso mit Triebwerken zu beliefern und dass es Ende 2018 auch keine Motoren mehr für Red Bull Racing geben würde. Also liegen wir genau im Plan."

Was Abiteboul nicht sagt: Renault verliert mit Red Bull eine echte Messlatte für das Werks-Team. Und sie verlieren einen ordentlichen Batzen Geld. Red Bull Racing hat pro Jahr rund 20 Millionen Euro für die französischen 1,6-Liter-V6-Motoren bezahlt. Die Aggregate von Honda gibt es kostenlos. Der Verlust von Renault ist der Gewinn von RBR.

Cyril Abiteboul: "Red Bull Racing hat sein eigenes Bett gemacht, jetzt müssen sie auch drin liegen."

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