Euro Moto Supersport
Marcel Brenner: Nach Most-Crash per Ambulanz-Jet in der Schweiz
Nach vier Mal Platz 3 in der Euro Moto Supersport schaffte Lennox Lehmann in Most einen zweiten Platz. Doch er will mehr. Eine Art «mehr» bekommt er am kommenden Wochenende in Suzuka.
In der Klasse Euro Moto Supersport war Lennox Lehmann bei den zuvor bei den zwei Rennen auf dem Sachsenring sowie im ebenfalls tschechischen Brünn bei den stets identischen Zieleinläufen jeweils als Dritter aufs Podest gefahren. Im 40 Grad Celsius heißen Glutofen von Most lief es nun im ersten Rennen am Samstagnachmittag etwas besser für den erst 20-jährigen Dresdner. Hinter seinem Stallgefährten im niederländischen Team Apreco-Yamaha, Dirk Geiger, wurde er Zweiter.
Seinem besten Saisonergebnis folgte beim Sonntagsrennen zunächst eine Enttäuschung für Lehmann. Dieses musste nach vier Runden wegen eines Sturzes mit medizinischer Versorgung von Marcel Brenner abgebrochen werden. Da war der anfangs wieder auf Platz 2 liegende Lennox Lehmann schon mit technischem Defekt ausgeschieden. Jedoch hatte er Glück im Unglück, denn nach dem Neustart kam es zu einem weiteren Rennabbruch, sodass das Rennen nicht ein drittes Mal gestartet wurde. Demzufolge kamen auch alle anderen Fahrer zu keinem Punktezugewinn.
Dazu resümierte Lennox Lehmann anschließend: «Bis zum Rennen am Sonntag war es ein top Wochenende. Wir haben gute Schritte gemacht und alles hat, trotz der Hitze, gut funktioniert. Mein Rennen am Samstag war gut, nur habe ich am Anfang zu viele Fehler gemacht. Im zweiten Rennen hatten wir leider einen technischen Defekt, was passieren kann und leider dazu gehört. Das können wir nicht ändern, wobei wir noch Glück hatten, da das Rennen mit null Punkten für alle ausgegangen ist. Schwein gehabt, aber trotzdem insgesamt schade, weil das noch einmal ein Podium hätte werden können.»
Wer den zweifachen IDM-Supersport-300-Meister Lennox Lehmann kennt, weiß, dass Podestplätze allein ihn nicht restlos zufrieden stellen. «Na ja, irgendwann gewöhnt man sich vielleicht ein bisschen daran. Letztes Jahr (Endrang 8 mit zwei vierten Plätzen als beste Einzelergebnisse, Anm. d. A.) hätte ich es mir gewünscht, aber jetzt finde ich die Platzierungen nicht ganz so gut. Das ist mir mittlerweile zu wenig.» Heißt das, dass in diesem Jahr noch ein oder mehrere Siege kommen? «Das ist der Plan.»
Am kommenden Wochenende ist der Sachse auch beim dritten Saisonrennen der Motorrad-Langstrecken-Weltmeisterschaft im japanischen Suzuka im Einsatz. Dazu merkte er vor seiner unmittelbar nach dem Most-Zieleinlauf geplanten Abreise im Gespräch mit SPEEDWEEK.com an: «EWC ist schon etwas Cooles, aber im Endeffekt sind Sprintrennen für mich die besseren. Aber ich bin Profi-Rennfahrer und das ist halt einer meiner Jobs. Das ist aber ja nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Es macht Spaß und die EWC ist auch nicht mehr die Meisterschaft, in die Fahrer gehen, die langsam etwas alt werden. Mittlerweile ist es dort auch echt ein harter Wettbewerb und das Level recht hoch.»
Dass er von der einen zur anderen Serie etwas mitnehmen kann, sieht er bei sich allerdings nicht. «Das liegt daran, dass wir in der EWC natürlich auf einem ganz anderen Motorrad (Yamaha YZF-R1 vom Team Motobox Kremer Racing, Anm. A.) und auf anderen Reifen unterwegs sind. Trotzdem ist das alles top und man sitzt wieder auf einem Motorrad, was generell wichtig ist. Ich freue mich, dass ich dabei sein darf.»
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