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Sind die Starts sicherer nach Holeshot-Verbot? Das sagen die MotoGP-Fahrer

Seit dem Assen-GP ist das Holeshot-Device in der MotoGP verboten. Die Verbannung des Systems soll in der Startphase für mehr Sicherheit sorgen. Was die Fahrer nach dem ersten Rennen sagten.

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Als Ducati in der Saison 2019 mit dem Holeshot-Device antrat, galt das Prinzip als revolutionär. Dabei hatte sich Gigi Dall’Igna auch nur von der Motocross-Szene inspirieren lassen, wo das Prinzip schon seit Jahren genutzt wurde. Dabei musste er einen Regel-Trick anwenden, denn vollautomatische Fahrwerke sind laut MotoGP-Reglement verboten. Daher entwickelte Ducati ein rein mechanisch-hydraulisches System, das der Fahrer manuell über einen Drehknopf am Lenker aktivieren konnte. Das Holeshot-Device führte später zum Ride-Height-Device, was ab 2027 ebenfalls verboten ist.

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2026er-Bikes sind nicht auf Holeshot-Verbot ausgelegt

Das Verbot des Holeshot-Devices ab dem MotoGP-Event in Assen wurde nach schweren Startunfällen in Barcelona und Balaton Park verhängt, da sich die Sicherheitsbedenken mehrten. Das Problem dabei: Die 2026er-Bikes sind auf dieses Verbot nicht ausgelegt. Die Befürchtung stand im Raum, dass die Fahrer mit ihren Motorrädern nun am Start vermehrt Wheelies machen würden. Wenn das Vorderrad «abhebt», lässt sich eine MotoGP-Rakete während dieser Zeit kaum steuern. Wie der Sprint und auch der Grand Prix offenbarten, gab es vereinzelte Wheelies, die Hersteller konnten sich aber gut anpassen.

Doch was sagen die eigentlichen Protagonisten? Alex Rins kann gut damit leben: «Wenn es nach mir ginge, können wir alle Devices für den Start verbieten.» Teamkollege Fabio Quartararo kennt die MotoGP ohne das Holeshot-Device gar nicht. Im Assen-Sprint hatte er damit noch Anpassungsschwierigkeiten: «Ich muss mich erst daran gewöhnen. Mit vollem Tank haben wir ohnehin weniger Wheelies.»

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Positives Fazit nach Assen-Wochenende: Verbot macht Start sicherer

LCR-Honda-Rookie Diogo Moreira konnte sich mit dem Verbot ebenfalls anfreunden: «Ich habe mit der Hinterradbremse experimentiert und auch mit der Kupplung. Insgesamt war es nicht so schlecht.» Franco Morbidelli berichtete, dass er bei den Starts mit Wheelies zu kämpfen hatte. HRC-Pilot Joan Mir ist der Meinung, dass das Startprozedere nun sicherer sei. Dem schließt sich Teamkollege Luca Marini an: «Man muss kein seltsames, hartes Bremsmanöver mehr machen, um das Front-Device zu lösen.»

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Für den MotoGP-Weltmeister Marc Marquez hat sich das Verbot bezahlt gemacht. Vor allem die Phase vor der ersten Kurve habe sich dadurch deutlich entschärft: «Der Bremspunkt ist sicherer. Auch der Übergang vom Beschleunigen zum Bremsen ist viel natürlicher», bilanzierte der Spanier. Zwar steige das Vorderrad beim Beschleunigen nun wieder schneller auf, doch das Anbremsen sei spürbar sicherer geworden.

Die Stimmen der restlichen Fahrer schließen sich den Meinungen an, einige wollen aber noch die kommenden Rennen abwarten, um sich ein Urteil bilden zu können. Das Fazit nach Assen fällt grundsätzlich positiv aus. Damit erhalten die Fahrer einen Vorgeschmack auf die 2027er-Saison – nächstes Jahr wäre das Holeshot-Device ohnehin verboten worden. Auch das Ride-Height-Device am Heck wird dann der Vergangenheit angehören, ebenso wird die Aerodynamik keine so große Rolle mehr spielen.

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Pos

Fahrer

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Team

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

Punkte

01

Ai Ogura

Ai Ogura

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

79

26

40:21,905

1:32,483

34

02

Raúl Fernández

Raúl Fernández

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

25

26

+2,004

1:32,534

32

03

Jorge Martin

Jorge Martin

Aprilia Racing

89

26

+3,512

1:32,570

21

04

Fabio Di Giannantonio

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

49

26

+9,315

1:32,707

20

05

Alex Márquez

Alex Márquez

BK8 Gresini Racing MotoGP

73

26

+10,140

1:32,749

11

06

Enea Bastianini

Enea Bastianini

Red Bull KTM Factory Racing

23

26

+10,388

1:32,846

12

07

Marc Márquez

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

93

26

+10,288

1:32,789

13

08

Fabio Quartararo

Fabio Quartararo

Monster Energy Yamaha MotoGP

20

26

+19,039

1:33,269

8

09

Álex Rins

Alex Rins

Monster Energy Yamaha MotoGP

42

26

+20,302

1:33,303

7

10

Luca Marini

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Honda HRC Castrol

10

26

+20,669

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