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Ferrari atmet auf: Leclerc bleibt in Abu Dhabi 3.!
​Der Monegasse Charles Leclerc behält nach dem WM-Finale auf dem Yas Marina Circuit seinen dritten Platz, nach einigen Ungereimtheiten um die Spritladung seines Ferrari – nur 50.000 Euro Strafe!
Formel 1
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Die Sachlage vor dem Grossen Preis von Abu Dhabi war klar: Bei einer Stichprobe des FIA-Technikpolizisten Jo Bauer und seiner Kollegen kam heraus – die Spritmenge im Ferrari von Charles Leclerc und die von den Italienern gemeldete Zahl bezüglich obiger Menge unterschieden sich; "markant", wie der Deutsche in seinem Bericht festgehalten hatte. Bauer stützte sich auf die technische Direktive 12 der Saison 2019, in welcher festgelegt wird, in welcher Art und Weise vor dem Rennen die Spritmenge ermittelt wird und wie die Rennställe dabei vorgehen müssen. Vereinfacht erklärt: Die Teams sind verpflichtet, die Spritmenge jedes Fahrers zu melden. Die FIA macht dann Stichproben, ob dieser Wert der tatsächlich getankten Menge entspricht.
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Zur Erinnerung: Wir haben für das GP-Jahr eine Maximalmenge von 110 Kilogramm Kraftstoff, die verbraucht werden darf. Klar tanken die Teams mehr als das: Schliesslich müssen die Wagen zum Vorstart fahren, die Einführungsrunde zurücklegen und am Schluss muss genügend Benzin im Tank sein, damit drei Proben genommen werden können. In der Regel beläuft sich das Plus an Benzin bei zehn bis fünfzehn Kilo. Bauer hatte keine Wahl, als die Angelegenheit in die Hände der Rennkommissare zu legen, das sind beim Finale auf dem Yas Marina Circuit von Abu Dhabi Nish Shetty (Singapur), Dennis Dean (USA), Derek Warwick (England) und Mahir Badri (Vereinigte Arabische Emirate). Die vier FIA-Kommissare gerieten dann jedoch in Not: Eine knappe Dreiviertelstunde vor dem Start zum Grossen Preis von Abu Dhabi war schlicht keine Zeit, um die Sachlage in Ruhe zu prüfen, und auf Verdacht gegen die Spritmenge seines Fahrzeugs kann kein Fahrer am Start gehindert werden. Logische Entscheidung der Regelhüter: Sie würden sich nach dem WM-Lauf mit dem Fall beschäftigen. Mattia Binotto wollte sich unmittelbar vor dem Rennen nicht zum Fall äussern, nach dem Grand Prix sprach der Italiener nur davon, dass er ganz ruhig sei; seines Wissens handle es sich nicht um ein technisches Vergehen, sondern – wenn überhaupt – um eine Verletzung des Sportgesetzes, will heissen um eine Verletzung des vorgeschriebenen Prozederes. "Ich habe selber im Detail noch nicht verstanden, was genau das Problem sein soll. Aber ich habe Vertrauen in unsere Arbeitsabläufe, und ich bin sicher, dass wir allfällige Missverständnisse aus der Welt räumen können." In der üblichen Ferrari-Medienrunde am Abend nach einem WM-Lauf fügte Binotto hinzu: "Es gab Unterschiede bei den Messungen. Wir glauben, unsere Messungen sind korrekt. Aber ich will der FIA nicht vorgreifen. Nur so viel – die Wagen werden vor dem Rennen gewogen und nach dem Rennen. Wir als Team geben der FIA jene Spritmenge bekannt, welche wir tanken, von welcher wir also glauben, dass wir sie fürs jeweilige Rennen benötigen. Die FIA prüft dann fallweise, ob die tatsächlich getankte Menge der gemeldeten Zahl entspricht. Wir sind in dieser Saison schon ungefähr zehn Mal getestet werden, aber hier gab es zum ersten Mal eine Abweichung, und wir mussten ergründen, wie dieser Abweichung entstehen konnte." 150 Minuten nach Rennschluss von 18.45 arabischer Zeit (15.45 Uhr in Europa) verkündete die FIA: Der Ferrari von Charles Leclerc bleibt in der Wertung, der Rennstall wird gebüsst mit 50.000 Euro. Die FIA begründet: "Zwischen der vom Rennstall angegeben Spritmenge und dem bei der Stichprobe ermittelten Wert gab es einen Unterschied von 4,88 Kilogramm (6,6 Liter). Ferrari hat damit die falsche Spritmenge deklariert und Artikel 12.1.1 des Sport-Kodex gebrochen. Für diese unrichtige Angabe wird eine Busse in Höhe von 50.000 Euro verhängt. Ferrari hat das Recht auf Berufung."
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