Freie Strategie-Wahl in Monaco: FIA schafft umstrittene Boxenstopp-Regel ab
Die Formel-1-Teams dürfen wieder selbst bestimmen, wie viele Boxenstopps sie im Grand Prix von Monaco einlegen werden, denn die umstrittene Sonderregel für das Rennen im Fürstentum wurde abgeschafft.
Dass die Formel-1-Rennen angesichts der immer grösser werdenden GP-Autos auf dem engen Strassenkurs von Monaco in den letzten Jahren immer mehr zur Prozession verkamen, liess die Verantwortlichen des Sports über Möglichkeiten nachdenken, um mehr Spannung auf der Strecke zu schaffen.
Als Lösung wurde eine Sonderregel für den Grand Prix im Fürstentum eingeführt, wonach die Teams mit jedem Auto jeweils zwei Pflicht-Boxenstopps einlegen mussten. Doch der gewünschte Effekt trat nicht ein, stattdessen nutzten einige Teams die Gelegenheit, das Feld auf der überholfeindlichen Strecke mit einem Auto einzubremsen, um dem anderen Fahrzeug einen Vorteil zu verschaffen.
Die eingebremsten Piloten waren zuweilen bis zu vier Sekunden pro Runde langsamer als üblich, während die Profiteure dieser Strategie davonzogen. Am Ende schien keiner so richtig glücklich zu sein mit dem Ergebnis, und sowohl die Fans als auch die Fahrer und Teamchefs äusserten sich kritisch zur Vorschrift, die zu diesem Rennen geführt hatte.
Die Verantwortlichen des Sports haben sich die Kritik offenbar zu Herzen genommen, denn die jüngste Version des sportlichen Reglements der Formel 1, die vom Motorsport-Weltrat der FIA in einer Online-Abstimmung einstimmig abgenickt wurde, sieht keine Sonderregelung für das Strassenrennen in Monte Carlo mehr vor.
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