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Stärkster Yamaha-Pilot beim Superbike-Meeting auf dem Balaton Circuit war Andrea Locatelli, der aber im Superpole-Race in einen Unfall verwickelt war und bestraft wurde. Eine fragwürdige Entscheidung.
Yamaha hatte beim vierten Saisonmeeting der Superbike-WM 2026 einen schweren Stand. Einzig die Performance von Andrea Locatelli machte Hoffnung auf ein versöhnliches Ergebnis. Der Italiener holte in der Superpole mit viel Einsatz den fünften Startplatz und erreichte im ersten Lauf als Siebter ein solides Ergebnis.
Am Sonntag erlebte Locatelli jedoch ein doppeltes Desaster. Im
Es ist besser, nichts dazu zu sagen.Andrea Locatelli
Was die Fahrer durchweg als normalen Rennunfall bezeichneten, sah die Rennleitung ganz anders und verdonnerte den Yamaha-Piloten zu zwei Long-Laps. Im Superpole-Race war dadurch nicht mehr als Platz 13 drin und zudem rutschte Locatelli in der Startaufstellung auf Platz 10 zurück. Beim Versuch, Positionen zu gewinnen, stürzte der 29-Jährige.
«Ich wünsche keinem anderen Fahrer, der in einen Sturz verwickelt ist, eine Verletzung, und es tut mir so leid für Miguel», betonte Locatelli. «Zur Entscheidung der Rennleitung möchte ich mich nicht äußern – es ist besser, nichts dazu zu sagen. Mit den Strafen und der schlechten Startposition hatten wir im zweiten Rennen viel Arbeit vor uns. Ich glaube wirklich, dass wir gut hätten abschneiden können, denn mein Gefühl auf dem Motorrad war gut.»
Pata Maxus Yamaha-Teamchef Paul Denning nahm kein Blatt vor den Mund und spricht von einer fragwürdigen Entscheidung der FIM-Stewards.
«Bei Andrea lief es nicht so sehr wegen des Unfalls in der ersten Runde im Sprint schief, sondern vielmehr wegen der äußerst fragwürdigen Entscheidung, ihm beim Neustart eine doppelte Long-Lap-Strafe wegen unverantwortlichen Fahrens aufzuerlegen», sagte der Engländer. «Von einem anderen Fahrer bei einem Rennunfall von hinten getroffen zu werden, ist eine Sache. Dafür bestraft zu werden, eine ganz andere, und wir können diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Dies beeinträchtigte das Ergebnis im Superpole-Race und auch im zweiten Rennen. Anstatt aus der zweiten Reihe zu starten und mit den schnellsten Fahrern mithalten zu können, steckte Loka in einer Gruppe fest und schied aus dem Kampf um den Sieg aus. Wir haben großes Glück, dass Loka nach einem heftigen Highsider in der letzten Kurve nur kosmetische Verletzungen davongetragen hat.»
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