Mathias Lauda «Ferrari geht oft einen eigenen Weg – der sinnlos ist»
Die drei kraftvollsten Eindrücke vom Mexiko-GP: Kimi Antonelli als neuer Weltmeister, Max Verstappen als strahlender Sieger sowie Ferrari, das sich selber schlägt – nicht zum ersten Mal.
Im Rahmen der TV-Live-Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7» von ServusTV in Salzburg war eine hochkarätige Motorsport-Runde mit Mathias Lauda, Hans-Joachim Stuck sowie Rennsport-Journalist und SPEEDWEEK.com-Mitarbeiter Gerhard Kuntschik anwesend, um über den Mexiko-GP zu sprechen. Drei Themen dominierten: Weltmeister Kimi Antonelli, GP-Sieger Max Verstappen sowie der Knatsch bei Ferrari.
Mathias Lauda, Sohn der Rennlegende Niki Lauda, gibt zu bedenken: «Kimi wurde vier Rennen vor Schluss Weltmeister. Außer in Australien – da hatte er einen kleinen Fehler – danach hat er seinen Teamkollegen wirklich im Griff gehabt. Sein Teamkollege hat viel mehr Fehler gemacht!»
Lauda weiß jedoch: «In der Formel 2 war es auch nicht leicht für ihn, da hatte er nur einen Sieg. In der Formel 4 hat er aber alles gewonnen. Es gibt wenig Fahrer, die den Schritt dann machen in ein Top-Team der Formel 1. Er hat viel gelernt im ersten Jahr und konnte es im zweiten Jahr sehr gut umsetzen. Man muss auch sagen, dass Kimi dem Toto viel zu verdanken hat. Es kostet ja schon eine Kart-Saison sehr viel Geld, dann bis zur Formel 2 – das kostet Millionen.»
Für Lauda war auch Mexiko-Max Verstappen ein Thema: «Max hatte sicher nicht das beste Auto im Feld. Immer wenn es darauf ankommt, ist er aber da. Gestern war Ferrari sicher das stärkste Paket. Max schafft es trotzdem immer wieder und das auch mit solchen Aktionen am Start. In Zandvoort war auch sehr viel Pech dabei. Es war feucht und Max hat ja viel Mut – er bleibt länger am Gas als andere Fahrer – da kann das passieren.»
Zum Thema Ferrari sagt Mathias Lauda aber klipp und klar: «Sie machen oft kleine Fehler! Sie gehen oft den eigenen Weg, der gar keinen Sinn macht. Immer wenn es gut läuft, machen die solche Fehler.»
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