Japan-Klassiker neu aufgelegt: Suzuki SV-7S belebt die SV650 wieder
Die SV-7GX deutete es 2025 bereits an, mit der SV-7S zeigt Suzuki auf der EICMA 2026 die Bestätigung: Der Mittelklasse-V2 hat bei Suzuki nicht ausgedient, im Gegenteil. Mehr Modelle sollen kommen.
Suzuki versucht es im Mittelklasse-Segment auf dem Motorradmarkt allen recht zu machen. Die Japaner brachten im Jahr 2022 eine Modellfamilie mit Reihenzweizylinder auf den Markt, wie er im Segment zwischen 600 und 900 Kubikzentimetern Hubraum längst Standard ist. Darauf baut inzwischen eine ganze Modellfamilie auf, vom Naked Bike GSX-8S über die Reiseenduro V-Strom 800 bis hin zum Retro-Roadster. Dass damit der klassische V2 bei der Marke aus Hamamatsu aber nicht ausgedient hat, zeigte sich auf der EICMA im Jahr 2025, als auf dessen Basis mit der SV-7GX ein neuer Sport-Crossover präsentiert wurde, der gegen Yamahas Tracer 7 antritt.
Nun nutzt die japanische Marke abermals die Mailänder Leitmesse, um auf gleicher Basis ein Naked Bike zu präsentieren. Anstatt SV650 heißt dieses künftig SV-7S. Das neue Motorrad ist im Wesentlichen eine aufgefrischte SV650: Stahlrohr-Rahmen, Fahrwerk mit Stahlschwinge und Telegabel sowie große Teile des Designs sind nahezu unverändert vom Klassiker übernommen, ebenso wie der V-Twin. 645 Kubikzentimeter Hubraum bringt der mit, für 73 PS und 64 Newtonmeter Drehmoment bei 6.800 U/min reicht das. Auf genau 200 Kilogramm Gewicht addiert sich das Paket. Ride-by-Wire, Quickshifter und TFT-Instrumente sind klassenüblicher Standard, so auch bei Suzuki. Äußerlich ist die neue SV gegenüber der Vorgängerin vor allem an der neuen LED-Beleuchtung zu erkennen, die aus dem Ersatzteilekatalog der GSX-8TT stammt.
So bekommt der V2 bei Suzuki einen zweiten Frühling. «Seit 25 Jahren bewährt» sei dieser. Das Triebwerk überhaupt aus dem Programm zu nehmen sei eigentlich nicht vorgesehen gewesen, so hört man bei den Japanern auf der EICMA. Zu treu sei seine Fangemeinde. Das ursprüngliche Problem: Den Antrieb für Euro5+ zu homologieren sei komplex gewesen und habe den Zeitplan durcheinandergebracht. Den Motor, neben dem bewährten Naked Bike, auch in einen Sporttourer einzubauen sei nur der Anfang gewesen, weitere Modelle würden folgen. Welche genau bleibt offiziell offen. Nur so viel: Kannibalisierungseffekte mit der Reihentwin-Mittelklasse-Familie im eigenen Modellprogramm fürchtet man in Hamamatsu nicht. Die beiden Zweizylinder unterschieden sich trotz preislicher Nähe genug, zudem sei die «Entscheidung für den V2 eine Philosophie.»
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