Max Verstappen-Chef Laurent Mekies: «Störgeräusche runterfahren»
Die FIA-Erklärung gab zu reden, wonach Red Bull Powertrains-Ford den stärksten Motor habe. RBR-Teamchef Laurent Mekies sagt, wie er mit dieser seiner Ansicht nach unvollständigen Einschätzung umgeht.
Ende August steht für die Regelhüter des Autosport-Weltverbands fest: Red Bull-Ford hat den kraftvollsten Verbrennungsmotor. Aus diesem Grund dürfen die Gegner von Ferrari, Mercedes, Honda und Audi an ihren Verbrennern entwickeln, Red Bull-Ford hingegen nicht, dies alles im Rahmen des so genannten ADUO.
ADUO steht für «Additional Development and Upgrade Opportunities», also zusätzliche Entwicklungs- und Upgrade-Möglichkeiten. ADUO soll dafür sorgen, dass Motorenhersteller, die im Hintertreffen sind, eine Chance erhalten, ihren Rückstand während der Saison aufzuholen. Ab einem Rückstand von mindestens zwei Prozent beim Verbrenner wird Herstellern Entwicklungsspielraum gewährt.
Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies hat völlig zu Recht moniert, dass ADUO lediglich die Leistung des Verbrennungsmotors angeht (ca. 530 PS). Der Beitrag der elektrischen Seite wird ausser Acht gelassen. In der Branche gilt als klar, dass Mercedes das kraftvollste Gesamtpaket hat.
Nach Max Verstappens Triumph beim Bahrain-GP in Malaysia steht fest: Der Antriebseinheit von Red Bull Powertrains-Ford ist ein Siegermotor. Das bedeutet aber nicht, dass RBR-Teamchef Laurent Mekies seine Ansicht zu ADUO geändert hat.
Der 49-jährige Franzose sagt: «Also wir waren schon verblüfft über die ersten Bewertungen der FIA. Wir haben daraufhin unseren Standpunkt dargelegt. Wir haben ihnen gezeigt, warum wir der Meinung sind, dass ihre Einschätzung nicht das richtige Bild einfängt. Wir führen Gespräche mit ihnen darüber, was an den Methoden für das nächste Jahr verbessert werden kann.»
«An diesem Punkt stehen wir nun. Aber zu einem bestimmten Zeitpunkt, sagen wir hier bei Red Bull Racing gerne – Störgeräusche runterfahren und sich ganz auf puren Rennsport konzentrieren. Du fokussierst dich darauf, damit zu arbeiten, was du eben hast.»
«Letztlich ziehen wir es vor, einen starken Verbrenner und kein ADUO zu haben, anstatt einen schwachen Motor zu haben und das ADUO zu beanspruchen.»
«Während ADUO versucht, die Leistung des Verbrenners abzuschätzen, gibt es eine riesige Anzahl anderer Leistungsfaktoren, die entwickelt und verbessert werden können. Besonders im ersten Jahr für uns als Hersteller von Antriebseinheiten. Unsere Jungs haben tolle Arbeit geleistet, um Fahrzeug und Antriebseinheit ins bestmögliche Arbeitsfenster zu bringen.»
«Klar waren wir am Anfang der Saison enttäuscht, weil wir nicht konkurrenzfähig waren. Aber was mich wirklich freut, das ist die Art und Weise, wie wir in der Lage waren, so sehr zuzulegen. Der ganzen Mannschaft gebührt sehr viel Lob, diese letzten drei Zehntel auf die Spitze aufzuholen, denn die sind immer die schwierigsten.»
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