Max Verstappen über nächste Aufgabe: «Ich werde neue Wirbelsäule brauchen»
Sieg im Bahrain-GP, Sieg im Singapur-Sprint, Sieg im Singapur-GP, alles von Pole-Position! Max Verstappen & Red Bull Racing wieder an der Spitze. Der Niederländer sagt, ob das in Texas so weitergeht.
Der Verstappen-Express hat zurück ins Gleis gefunden. Max Verstappen und Red Bull Racing sind in diesem Formel-1-Oktober ungeschlagen. Der vierfache Weltmeister war beim Bahrain-GP in Malaysia eine Klasse für sich und hat in Singapur nahtlos dort weitergemacht, wo er in Sepang aufgehört hatte – an der Spitze.
Damit hat Verstappen nun drei Formel-1-Siege in Folge eingefahren, zwei Grands Prix, ein Sprint, und er ist dabei drei Mal hintereinander von der Pole losgebraust.
Für den WM-Titel 2026 kommt diese Prachtsform zu spät, aber Max ist schon auf den vierten Zwischenrang vorgestossen, er hat Norris und Leclerc überholt; und mit nun 221 Punkten liegt Verstappen nicht mehr weit hinter Russell (238) und Hamilton (229).
WM-Rang 2 wie 2025 liegt für Max also voll drin, wer hätte das nach dem enttäuschenden ersten Saisonteil gedacht?
Max Verstappen nach seinem 73. GP-Sieg (seinem ersten in Singapur): «Der Start war kritisch, und der war gerade so gut genug. Doch wieder war beim Losfahren etwas nicht ganz richtig, also muss ich verstehen, was dort schiefgelaufen ist. Bevor ich die Kupplung kommen liess, hat es sich nicht gut angefühlt. Zum Glück hat es in der ersten Kurve gegen Charles gereicht.»
«Dann hatte ich Schwierigkeiten mit der Kraftentfaltung der elektrischen Energie, da hätte mich Charles in Kurve 7 fast erwischt. Nachdem wir diese Probleme behoben hatten, war es in Ordnung.»
«Das Auto war wirklich sanft zu den Reifen. Ich konnte das Reifen-Management gut im Griff behalten. Ich bin selten in Singapur vorne gefahren, also nicht in den Luftwirbeln der Gegner, das war schön.»
«Ein fantastisches Wochenende für uns. Wir waren auf den weichen Reifen schnell, wir waren auf den mittelharten Walzen in Ordnung.»
«Unter virtuellem Safety-Car war richtig, was Charles gemacht hat, indem er an die Box ging und wieder auf einen weichen Reifen wechselte. Aber ja, wir hatten das auch so unter Kontrolle. Ich bin sehr glücklich, dass ich hier endlich zum ersten Mal gewinnen konnte.»
Es fiel auf: Die Red Bull Racing-Mannschaft hatte grosse Probleme mit dem Funk. Was da von Max zurück kam, war teilweise nicht zu verstehen. Verstappen grinst: «Vielleicht waren die in der Box ja ganz froh, dass es nicht funktioniert hat! So konnte ich wirklich nichts sagen. Wir haben dann irgendwann versucht, anders zu kommunizieren, und ich denke, sie haben gut verstanden, was ich meinte. Aber so etwas ist nie schön. Ich hatte die ganze Saison schon Schwierigkeiten mit meinem Radio, und dieses Wochenende war besonders schlimm.»
Die RBR-Lösung: Für ein Ja auf eine Frage von Renningenieur Gianpiero Lambiase sollte Verstappen den Funk-Knopf drücken, auch wenn da nur Kauderwelsch zu hören war, für ein Nein sollte gar nichts tun. Das funktionierte ganz ordentlich.
Wie geht das nun mit Verstappen und Red Bull Racing bei den kommenden Rennen weiter? Der Niederländer sagt: «Wir haben mit unserem Auto einen wirklich schönen Schritt nach vorne gemacht. Es ist benutzerfreundlicher geworden, das Handling ist vorhersehbarer. Das ist es, was ich vom Auto will und brauche, um vorne mitzukämpfen. Und ich hoffe, dass wir diesen Schwung iin die nächsten Rennen mitnehmen können.»
«Mit der Vergabe des WM-Titels habe ich nichts mehr zu tun, Kimi ist da meilenweit voraus. Für mich persönlich ist es egal, ob ich am Ende der Saison Zweiter, Dritter oder Vierter bin. Ich will einfach bis Spass haben und das Beste aus einem Tag machen.»
Bedeuten die guten Ergebnisse im Oktober, dass das in Texas so weitergeht? Max meint: «Sehr schwierig zu sagen, und ich möchte jetzt nicht ankündigen, dass ich in Austin vorne mitmischen werde. Aber die letzten Wochenenden waren grossartig. Ich gehe einfach Rennen um Rennen an und wenn wir in Texas sind, werden wir sehen, wie es dort läuft.»
«Das ist wieder eine ganz andere Strecke. Was ich aus der Langstrecken-WM gesehen habe, ist die Strecke unglaublich holprig. Ich werde wahrscheinlich eine neue Wirbelsäule brauchen.»
«Und dann ab nach Mexiko, auf unübliche Meereshöhe, alles wird heisslaufen, und wir müssen sehen, wie unser Motor bei diesen Bedingungen arbeitet, wie sich das Auto verhält, weil alles dort ganz anders ist.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach





