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Balaton Park gilt als Paradestrecke von Iker Lecuona – doch auch im ersten Superbike-Rennen in Ungarn konnte er Ducati-Teamkollege Nicolo Bulega nicht stoppen. Der Spanier erklärt, warum.
Ducati-Werkspilot Iker Lecuona setzte bei der Superbike-WM in Ungarn seine Serie fort und fuhr zum siebten Mal in Folge als Zweiter ins Ziel. Gegen Teamkollege Nicolo Bulega konnte Lecuona am Samstag nichts ausrichten. Am Freitag hatte er in beiden Trainings die Bestzeit gesetzt, doch der Samstag begann holprig. Die Abstimmung der Ducati funktionierte bei den höheren Temperaturen nicht so gut. Zudem wurde Lecuona durch eine verpatzte Superpole zurückgeworfen.
«Von heute Morgen an war es anders als gestern», grübelte Lecuona beim Treffen mit den Medienvertretern in Ungarn. «Im FP3 änderten wir etwas und auch im Qualifying nahmen wir eine Änderung vor. Dann kehrten wir zur Abstimmung von gestern zurück und das Motorrad funktionierte wieder.»
In der Superpole brach Lecuona seinen ersten Versuch ab und lief beim zweiten Versuch auf Verkehr auf. Zudem erhielt er eine Strafe, weil er langsam auf der Ideallinie fuhr: Startplatz 8 für Lauf 1. «Ich erhielt eine Strafe, die ich nicht so richtig nachvollziehen kann. Aber ich muss das akzeptieren. Wir können es nicht ändern. Doch auf dieser Strecke war die Strafe ziemlich ungünstig», spielte er die engen Kurven nach dem Start an.
Im Vorjahr stürzte er in Kurve 2 in einem von Andrea Iannone ausgelösten Sturz und verletzte sich schwer. «Letztes Jahr startete ich von Position 6 und hatte einen heftigen Sturz. Deshalb war ich ein bisschen verunsichert», gestand er.
Doch dieses Mal kam Lecuona gut durch das Kurvengeschlägel und arbeitete sich im Laufe des Rennens durchs Feld. Er kam mit 2,5 Sekunden Rückstand auf Bulega ins Ziel. «Als ich das Rennen beendet hatte, war ich nicht glücklich. Ich war frustriert, weil mir klar war, dass ich auf dieser Strecke die Chance habe, um den Sieg zu kämpfen. Ob ich gewinnen kann oder nicht, weiß ich nicht. Doch ich hätte sicher mit Nicolo mitfahren können.»
«Mein Renntempo war unglaublich. Ich fühle mich auf diesem Motorrad richtig wohl. Ich zeigte richtig gute Überholmanöver und war sehr sicher unterwegs. Ich war zeitweise schneller als Nicolo und machte Zeit gut, als ich Zweiter war. Ich bin mit der Zusammenarbeit mit dem Team zufrieden und freue mich über meine Leistung», schilderte Lecuona.
Und was sagt er zu Bulegas Rekord von 14 Siegen in Folge? «Er fährt auf einem unglaublichen Niveau. Er holte 14 Siege in Folge. Dieser Sieg wäre vielleicht etwas schwieriger gewesen, wenn ich weiter vorne gestanden hätte. Doch er leistete richtig gute Arbeit und verdient es. Was soll ich noch zu einem Fahrer sagen, der 14 Rennen in Folge gewonnen hat?», so der Spanier.
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