Mercedes-Teamchef Toto Wolff warnt: «Das war bisher unsere Achillesferse»
Beim jüngsten Formel-1-Kräftemessen stand zum ersten Mal in dieser Saison kein Mercedes-Fahrer auf dem höchsten GP-Podesttreppchen. Teamchef Toto Wolff weiss, wo seine Mannschaft nachlegen muss.
Die meisten GP-Beobachter und Fans erwarteten auch im GP auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya einen Mercedes-Sieg. Schliesslich hatte in allen bisherigen Grands Prix in dieser Saison jeweils ein Sternfahrer vom höchsten Podesttreppchen gestrahlt. Beim Saisonauftakt in Melbourne war dies noch Routinier George Russel, die anschliessenden fünf Grands Prix entschied dann sein junger Teamkollege Kimi Antonelli für sich.
Die Frage, die am Samstagabend vor dem Rennen in Barcelona deshalb am lautesten gestellt wurde, war: Würde Russell seinen Pole-Vorteil nutzen und auf die Siegerstrasse zurückkehren können oder würde es Antonelli schaffen, seine Erfolgssträhne fortzusetzen?
Realitätscheck in Barcelona
Am Ende kreuzte aber mit Lewis Hamilton Antonellis Vorgänger die Ziellinie als Erster. Der siebenfache Weltmeister feierte damit seinen ersten GP-Sieg in Rot, die Mannschaft der Scuderia aus Maranello war aus dem Häuschen, während der Teenager, der die WM anführt, einen bitteren Nuller hinnehmen musste. Denn kurz vor dem Ende des Rennens wurde der 19-Jährige aus Bologna von einem Batterie-Problem gebremst. Sein Teamkollege Russell schaffte es als Zweiter ins Ziel.
Teamchef Toto Wolff sagt rückblickend: «Barcelona diente als Massstab für unsere aktuelle Leistungsfähigkeit und bot uns nach den ersten sechs gewonnenen Rennen einen Realitätscheck. Die Konkurrenz hat schnell aufgeholt und darauf müssen wir reagieren. Wir kämpfen um beide Weltmeisterschaften, müssen uns aber verbessern, wenn wir am Ende der Saison ganz oben stehen wollen.»
Mercedes: Wertvolle Punkte liegen lassen
«Bisher war unsere Achillesferse die Zuverlässigkeit. In den letzten Rennen haben wir mit beiden Autos eine grosse Anzahl an Punkten verloren. Wenn wir keine fehlerfreien Rennwochenenden hinlegen, werden unsere Konkurrenten dies ausnutzen», weiss der Wiener. Und er stellt klar: «Wir ruhen uns nicht auf unseren Lorbeeren aus: Wir werden an diesem Wochenende in Österreich einige Updates mitbringen, wobei der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Leistung und der Zuverlässigkeit liegt.»
«Die Abstände sind knapp und werden in Spielberg angesichts der kurzen Runde noch knapper ausfallen. Wir müssen ein besseres Rennwochenende hinlegen als in den letzten Rennen. Wenn wir aber unser Maximum abrufen können, dann wissen wir, dass wir um den Sieg mitkämpfen können», ist sich der 54-Jährige sicher.
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