Ferrari bringt Motor-Update nach Österreich – aber bremst die Erwartungen
Die Scuderia Ferrari hat in Spielberg ein Update für den Motor dabei. Doch bei den Italienern bremst man betont die Erwartungen, spricht von «keinem großen Schritt». Was ist da los?
Die Scuderia Ferrari reist mit einem Hamilton-Sieg in Barcelona im Gepäck nach Spielberg – und mit einem Motoren-Update im Heck. Teamchef Fred Vasseur sagt vor dem Österreich-GP: «Wir kommen voller Zuversicht nach Österreich, gestärkt durch unsere positiven Leistungen in den letzten Rennen, auch wenn wir uns durchaus bewusst sind, dass noch viel Arbeit vor uns liegt und wir uns weiterhin auf uns selbst konzentrieren müssen.»
Vasseur mahnt: Nichts verändern
Der Sieg von Lewis Hamilton in Barcelona – der erste für Ferrari in dieser Saison und der erste für Hamilton mit der Scuderia – ändert aber erst mal nichts an der Herangehensweise, betont Vasseur: «Wir werden dieses Wochenende mit derselben Herangehensweise und Einstellung angehen, die wir seit Saisonbeginn verfolgt haben, mit dem Ziel, in jeder Hinsicht saubere Rennläufe hinzulegen – von der Leistung auf der Strecke bis hin zu den strategischen Entscheidungen an der Boxenmauer. Wir wissen, dass jedes Wochenende eine andere Geschichte zu erzählen hat, weshalb wir die Meisterschaft weiterhin Rennen für Rennen angehen werden.»
Ferrari mit Motoren-Update!
Eine Sache ist aber dennoch neu: Ferrari bringt ein Motoren-Update mit. Das hängt mit der ADUO-Regel zusammen. Diese erlaubt es allen Teams, die einen Rückstand haben, gemessen an der Leistung des Verbrennerteils der Antriebseinheit – also alle außer Red Bull Racing –, Verbesserungen zu bringen. Ferrari hat nun auf der motorintensiven Strecke in Spielberg eine neue Spezifikation im Auto. Ist damit Ferrari nun in der Position, langfristig Druck auf WM-Leader Mercedes auszuüben?
Motor-Chef bremst die Erwartungen
Enrico Gualtieri, Technischer Direktor für den Bereich Antriebseinheit, bremst die Erwartungen betont. Der Italiener sagt: «Das Update, das wir in Spielberg bringen, ist relativ geringfügig und das Ergebnis der in den letzten Wochen geleisteten Arbeit, um Verbesserungen aus unserem Entwicklungsprogramm auf die Rennstrecke zu übertragen.»
Gualtieri betont: «Dieses Update ist kein großer Schritt und wird für sich genommen die Wettbewerbsordnung nicht verändern. Was es jedoch zeigt, ist die Einstellung des Teams und unserer technischen Partner: kontinuierlich voranzutreiben und jede Gelegenheit zu nutzen, um unser Gesamtpaket zu verbessern.»
Der Ingenieur erklärt: «In einer so hart umkämpften Meisterschaft wie dieser ist es unrealistisch zu erwarten, dass ein einzelnes Update das Gesamtbild grundlegend verändert, insbesondere unter den aktuellen Homologations- und Entwicklungsauflagen. Leistung wird schrittweise aufgebaut, nicht nur durch Hardware-Änderungen, sondern auch dadurch, wie effektiv man das Gesamtpaket von Rennen zu Rennen optimiert.» Also keine Rundumerneuerung bei der Scuderia? Das wird wohl erst der Blick auf die Rundenzeiten im Qualifying am Samstag so richtig zeigen...
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