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Nico Hülkenberg und Valtteri Bottas auf dem Prüfstand

​Für den Deutschen Nico Hülkenberg und den Finnen Valtteri Bottas beginnt das wichtigste Formel-1-Jahr ihrer Karriere: Bei Renault und Mercedes-Benz werden sie zeigen müssen, was sie wirklich können.

Formel 1

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Kurze Aufregung Montagnachmittag im Internet: Eine Neuigkeit von Mercedes-Benz! Aber es handelt sich nicht um den mit Spannung erwarteten neuen Teamkollegen für Lewis Hamilton, sondern um ein Abkommen mit Premium-Lackhersteller Axalta.

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Noch ist unklar, wann es verkündet wird. Aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird Valtteri Bottas Nachfolger von Nico Rosberg bei Mercedes-Benz. Dann wird der 27jährige Finne zeigen müssen, ob er seinem guten Ruf gerecht wird. Bei Williams hatte er zu selten das Material, um seinen ersten Grand Prix zu gewinnen. Aber die Hand voll Chancen, die sie ihm boten, wurden, aus verschiedenen Gründen, vertan. Sein Landsmann Mika Häkkinen glaubt dennoch fest daran, dass Bottas (GP3-Meister 2011) nicht nur Rennen gewinnen kann, sondern auch ein heisser WM-Anwärter ist. Die Aussage ist mit Vorsicht zu geniessen: Der zweifache Formel-1-Champion Häkkinen gehört zum Management-Team von Bottas.

Ähnlich die Situation von Nico Hülkenberg. Der 29jährige Emmericher hat bislang in jeder Kategorie den Titel geholt, in welcher er angetreten ist. In der Formel 1 ist er aber in 115 Versuchen stets am Siegerpodest vorbeigeschrammt. Während Bottas mit dem Silberpfeil 2017 auf Anhieb ein siegfähiges Autos haben sollte, kann Mercedes auch nur halbwegs an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen, so denkt Hülkenberg langfristig: Renault befindet sich noch immer in einer Aufbauphase, ist aber eines von nur dreieinhalb Werksteams im GP-Sport – Mercedes, Ferrari, Renault und Honda (mit McLaren).

Fans und Fachleute fragen sich gespannt: Wie gut sind Bottas und Hülkenberg wirklich? 2014, 2015 und 2016 sind beide mit dem gleichen Stallgefährten gefahren – Bottas mit dem Brasilianer Felipe Massa und Nico Hülkenberg mit dem Mexikaner Sergio Pérez. Da der Stallgefährte immer der erste Gradmesser ist, wollten wir wissen, wie sich Bottas und Hülkenberg geschlagen haben. Hier die Zahlen aus drei Jahren (beim Rennduell haben wir die Zahlen herangezogen, wenn jeweils beide Piloten ins Ziel kamen).

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Force India: Sergio Pérez gegen Nico Hülkenberg

WM-Punkte: 238:226

Quali-Duelle: 25:34

Pole-Positions: 0:0

Beste Rennrunden: 1:1

Siege: 0:0

Podestplätze: 4:0

Top-10-Platzierungen: 40:36

Rennduell: 17:19

Williams: Valtteri Bottas gegen Felipe Massa

WM-Punkte: 407:308

Quali-Duelle: 41:18

Pole-Positions: 0:1

Beste Rennrunden: 1:1

Siege: 0:0

Podestplätze: 9:6

Top-10-Platzierungen: 45:37

Rennduell: 19:21

Dabei fällt auf: Obschon Bottas und Pérez insgesamt die bessere Bilanz aufweisen, hatten in den direkten Rennduellen Hülkenberg und Massa die Nase vorn. Hülkenberg hat sich als besserer Qualifyer erwiesen.

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