Norris nach Motoren-Schock: «Jammerschade, nicht mehr das gleiche Spa»
Am 16. Juli hat McLaren bestätigt: In den Rennwagen von Lando Norris muss eine neue Steuer-Einheit des Mercedes-Motors verbaut werden, daher Strafversetzung. Norris regt sich auf.
2025 hat Lando Norris den Grossen Preis von Belgien gewonnen. Eine Wiederholung dieser Siegesfahrt kann sich der Engländer wohl abschminken – in sein Auto wird eine vierte Steuer-Einheit der Mercedes-Motorelektronik verbaut, das ist eine mehr als im Verlauf einer Saison erlaubt ist, daher Strafversetzung in der Startaufstellung des Belgien-GP um zehn Ränge.
Zuletzt war Norris in Österreich und in England auf Startplatz 6, wenn wir das als Massstab heranziehen, dann wird das P16 in der Startaufstellung bedeuten.
Norris weiss: Damit hat er für das Heimrennen (Mama Cisca stammt aus Flandern) einen Lotz am Bein. Entsprechend begeistert ist er von dieser jüngsten Entwicklung.
Norris im Fahrerlager des Circuit de Spa-Francorchamps: Er gibt sich zwar locker und lächelt viel, aber in Wahrheit ist er genervt – über die mangelnde Konkurrenzfähigkeit von McLaren, genervt, dass diese Rennstrecke ihren wunderbaren Charakter verliert mit dieser Fahrzeug-Generation, genervt von der Strafversetzung, genervt davon, dass der Belgien-GP künftig in Rotation mit Barcelona stattfinden wird, also nur noch alle zwei Jahre.
Der elffache GP-Sieger sagt: «Wirklich jammerschade, das ist nicht mehr das gleiche Spa, das wir lieben, mit diesen Motoren wird das einfach nicht mehr die gleiche Herausforderung sein wie früher.»
«Wenn ich Fahrerkollegen frage, dann kenne ich ihre Antwort – Spa taucht bei allen unter den beliebtesten drei bis fünf Pisten auf. Jammerschade, dass wir in Zukunft nicht mehr jedes Jahr hier fahren. Aber es ist auch höchst bedauerlich, dass wir Rennwagen fahren, die so Batterie-betont sind. Aber so ist es nun mal.»
Zur seiner Strafe meint Norris: «Grundsätzlich wussten wir – auf dem Hungaroring oder in Zandvoort ist es noch schwieriger, Ränge gutzumachen, also haben wir uns dazu entschlossen, hier in Spa in den sauren Apfel zu beissen.»
«Ich weiss selber noch nicht, wie schwierig es werden wird, wieder nach vorne zu kommen. Einige meiner Gegner sollten kein Problem sein, weil der McLaren eine gute Topspeed hat und der Windschatten hier beträchtlich ist. Aber dann haben wir ja noch die Frage des Energie-Managements, und da fehlen mir noch viele Antworten.»
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