Pierre Gasly (Alpine) nach Platz 3 in Monaco: Trophäe endlich angekommen
Pierre Gasly wurde beim Traditions-GP von Monaco Dritter, aufs Siegerpodest durfte er nicht – zwei Strafen, Platz 7. Alpine ging in Berufung und erhielt Recht. Nun hat Gasly seine Trophäe erhalten.
Alpine-Sportchef Steve Nielsen bedauert: «Pierre Gasly hat mir in Monaco leidgetan. Er hatte für uns einen tollen dritten Platz herausgefahren, und dann durfte er den nicht feiern.»
Der 30-jährige Franzose hatte die Ziellinie als Dritter gekreuzt, wurde dann aber wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse strafversetzt – zwei Mal fünf Sekunden, damit nur Platz 7.
Nach dem Rennen erklärte Pierre Gasly gegenüber den Journalisten, sein Rennstall werde Daten vorlegen, die belegen, dass er die zulässigen 60 km/h in der Boxengasse zu keinem Zeitpunkt überschritten habe.
Gasly nach seinem ersten Podestplatz seit Brasilien 2024: «Ich weiss aus zuverlässiger Quelle, dass die Geschwindigkeit im Auto unter 60 km/h lag. Der Tempo-Begrenzer ist wahrscheinlich die einfachste Einstellung, die man in einem Formel-1-Auto vornehmen kann. Ich sage: Wenn gleich drei oder vier Teams wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen erwischt werden, dann kann da etwas nicht mit rechten Dingen zugehen.»
Fünf Tage nach dem Monaco-GP müssen die Regelhüter Fehler eingestehen: Die Strafe für Gasly war nicht gerechtfertigt. Alpine hatte vom so genannten Recht auf Neubetrachtung Gebrauch gemacht, wenn ein Rennstall gegen eine FIA-Strafe vorgehen kann, sofern triftige Gründe vorgebracht werden.
Die Urteilsbegründung war überaus umfangreich, wir ersparen Ihnen diese sieben Seiten. Der entscheidende Punkt ist: Alpine konnte nachweisen, dass Gasly nie schneller als die erlaubten 60 Sachen war, tatsächlich kam die Fehlmessung zustande, weil die FIA die Boxengasse um 77 cm falsch ausgemessen hat.
Aber es dauerte eine Weile, bis Pierre Gasly seine Trophäe (in Form der Monaco-Rennstrecke) endlich erhielt. Der 30-jährige Franzose schreibt auf Instagram: «Der Monaco-Pokal hat seinen Weg nach Hause gefunden.»
Was übrigens auch eine Reaktion von «Stranger Things»-Schauspieler Noah Schnapp erzeugte (siehe Foto).
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