Safety-Car-Regeln auf dem Prüfstand: Regeländerung im Sinne der Fans nötig?
Dass der Silverstone-GP hinter dem Safety-Car beendet wurde, hat die Frage nach einer Anpassung der entsprechenden Regel wieder aufgeworfen. Silverstone-Sieger Charles Leclerc sagt, was er davon hält.
Wenn das Safety-Car zum Einsatz kommt, dürfen sich jene Fahrer, die mehr als eine Runde Rückstand auf den Spitzenreiter haben, zurückrunden. Danach muss nach Artikel B5.13.5 des sportlichen Reglements noch eine Runde absolviert werden, bevor Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer wieder an die Box abbiegt und das Rennen freigegeben werden kann.
Aus diesem Grund endete der jüngste Grand Prix, der auf dem Silverstone Circuit ausgetragen wurde, hinter dem Safety-Car. Denn Max Verstappen landete wenige Umläufe vor dem Fallen der Zielflagge im Kiesbett. Dass es am Ende nicht noch einmal spannend wurde, sorgte für Diskussionen über den Sinn der Regel, die einige in Frage stellten. Silverstone-Sieger Charles Leclerc wurde im Fahrerlager von Spa-Francorchamps darauf angesprochen. Und er gestand lachend: «Ich war ganz glücklich über das Ende des Rennens in Silverstone.»
«Aber ich denke, die meisten Leute würden argumentieren, dass es kein gutes Ende für ein Formel-1-Rennen ist», räumte der Ferrari-Star im gleichen Atemzug ein. Schliesslich steht dank des Überholverbots, das hinter dem Safety-Car gilt, die Reihenfolge der Zielankunft fest. «Ich habe das Gefühl, dass immer irgendwer unglücklich ist, egal, wie so etwas gehandhabt wird», gab Leclerc daraufhin zu bedenken. Und er betonte: «Vielleicht sollten wir diese Regel, die besagt, dass man noch eine Runde nach dem Zurückrunden absolvieren muss, unter die Lupe nehmen .»
«Ob das aber wirklich etwas an der Situation ändert, weiss ich nicht», fuhr der 28-Jährige fort. «Ich bin mir sicher, dass es genügend Szenarien gibt, in denen die Zeit einfach fehlt, um die Strecke von einem gestrandeten Auto zu befreien, bevor die Zielflagge fällt. Und dann endet ein Rennen zwangsläufig hinter dem Safety-Car. Letztlich sollte meiner Meinung nach die Sicherheit bei den Regeln im Vordergrund stehen, ganz unabhängig davon, wie dadurch die Show beeinflusst wird.»
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