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Schmuck, Unterwäsche, Kran: FIA sorgt für Dauer-Ärger

Der Druck auf den Automobil-Weltverband FIA nimmt deutlich zu, denn die Liste an Fehlern wird größer und größer. Ein mögliches Fettnäpfchen wartet noch.

Formel 1

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Max Verstappen nahm es mit Humor. Klar, als zweimaliger Formel-1-Weltmeister hat der Niederländer sowieso gut lachen. Deshalb störte ihn die Verwirrung um seine erfolgreiche Titelverteidigung gar nicht so sehr. "Um ehrlich zu sein, es stört mich nicht, dass es ein bisschen verwirrend war, ich finde es eigentlich ziemlich lustig", sagte Verstappen.

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Damit gehörte er aber zur Minderheit, denn das peinliche Hin und Her nach dem 18. Saisonrennen in Suzuka mit halben Punkten, vollen Punkten, Titelgewinn oder doch noch kein Titelgewinn fanden viele Beteiligte und vor allen Fans nur noch nervig. Die Verwirrung nahm dem besonderen Moment fraglos ein Stück weit die Größe und die Emotionen.

Es war das i-Tüpfelchen auf einen chaotischen Sonntag, an dem ein auf der Strecke stehender Bergungskran schlimme Erinnerungen an 2014 und den schweren Unfall von Jules Bianchi weckte, denn während sich der Kran an die Arbeit machte, waren noch Autos auf der Strecke. Pierre Gasly raste mit hohem Tempo wenige Meter an dem Fahrzeug vorbei – und tobte zu Recht, dass er hätte sterben können.

Leclerc im Eilverfahren

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Und dass Charles Leclerc nach dem Rennen im Eilverfahren bestraft wurde und dies den Titelgewinn von Verstappen rechnerisch überhaupt erst ermöglichte, hinterließ nicht nur bei Ferrari einen Beigeschmack. Denn vor einer Woche hatte man sich noch ein paar Stunden Zeit gelassen, als es in Singapur um eine Strafe für Sieger Sergio Perez (Red Bull Racing) ging.

"Es gibt eine unendliche Liste von Kontroversen und Fehlern", sagte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto: "Ich möchte nicht so weit gehen und sagen, dass alles zum Wohle von Red Bull getan wird, aber es gibt Ungereimtheiten und Fehler bei den Entscheidungen. Unser Sport muss besser werden."

Diesen Satz hat man in diesem Jahr öfter gehört, denn die Liste ist tatsächlich lang. Nach dem kontroversen WM-Finale 2021 in Abu Dhabi war eine Untersuchung eingeleitet worden, mit dem Ziel, dass das Reglement und dessen Umsetzung und Auslegung besser funktioniert. Rennleiter Michael Masi wurde abgesetzt, die beiden Nachfolger Eduardo Freitas (Portugal) und Niels Wittich (Deutschland) lassen allerdings noch zu viel Angriffsfläche zu. Der neue FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem hat seit seinem Amtsantritt Ende vergangenen Jahres angepackt, er will den Sport besser machen. Doch 2022 hat gezeigt, dass er noch viel Arbeit vor sich hat.

Denn Kuriositäten, Ungereimtheiten und Streitereien ziehen sich durch die Saison. So rieben sich Rennleiter und Fahrer im kuriosen Streit um feuerfeste Unterwäsche und Schmuck auf, die Nebensächlichkeiten bestimmten teilweise ganze Rennwochenenden.

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Hamilton spottete: "Wenn es wirklich um Sicherheit geht, wieso bin ich dann 16 Jahre Formel 1 gefahren, ohne dass das Tragen von Schmuck je thematisiert wurde? Ich finde, wir verbringen zu viel Zeit mit dieser Diskussion." Im Gespräch mit der Vanity Fair sagte er, dass er glaubte, das Tamtam sei direkt gegen ihn gerichtet. "Ich meine ja. Denn ich war ja mehr oder weniger der einzige Fahrer mit solchem Schmuck. Aber Leute lieben es nun mal, Macht zu besitzen und auch, davon Gebrauch zu machen", so Hamilton.

Zur Erinnerung: Sebastian Vettel erhielt in Spielberg eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro (auf Bewährung), weil ihm in der Fahrersitzung erst die Hutschnur platzte und er anschließend die Veranstaltung verließ. Es wird offenbar zu oft über Kleinigkeiten debattiert, wirklich wichtige Dinge aber nicht beachtet. Denn die Problematik mit Bergungskränen auf der Strecke, wenn noch Autos unterwegs sind, ist wohl nicht neu. Sie wurde noch in Singapur angesprochen – mit bekanntem Resultat.

Auch beim Safety-Car-Zieleinlauf von Monza bekleckerte sich der Weltverband nicht mit Ruhm. Auch da schoss Binotto gegen die Rennleitung: "Die FIA hat in diesem Bereich viel geändert, aber sie brauchen offensichtlich noch mehr Erfahrung und müssen einen besseren Job machen, denn die Formel 1 verdient da einfach bessere Arbeit", sagte er. Diese wird aber durch ein Regelwerk erschwert, bei dem selbst die Macher an einigen Stelle nicht mehr durchblicken.

Nun lauert das nächste Fettnäpfchen

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Verstappen blieb in der Stunde des Triumphes diplomatisch. "Ich denke, wenn man nicht genug Regeln schreibt, ist das nicht gut. Wenn man zu viele Regeln aufstellt, ist es auch nicht gut. Es ist immer sehr schwer, einen Mittelweg zu finden", sagte er.

Die FIA stolpert gerade über diesen Mittelweg. Doch das große Fettnäpfchen lauert noch. Denn am Montag veröffentlichte der Weltverband die Untersuchungen zur Budgetobergrenze. Die von 2021 wohlgemerkt, gute zehn Monate nach dem WM-Finale. Auch hier gibt die FIA mit monatelangen Verzögerungen kein gutes Bild ab, stattdessen wird Verschwörungstheorien Tür und Tor geöffnet. Das offizielle Ergebnis: Red Bull Racing hat laut FIA mit einer "geringfügigen Überschreitung" des Kostendeckels gegen das Finanz-Reglement verstoßen. Natürlich meldete sich der Rennstall prompt zu Wort und kündigte eine eigene Prüfung an.

Pikant: Weder wurde mitgeteilt, in welcher Höhe der Verstoß begangen wurde, noch wurde eine Strafe festgelegt. "Für uns ist wichtig, dass es eine signifikante Strafe gibt, wenn ein Verstoß vorhanden ist", betonte Binotto. "Unser Auto in Japan, das um den Sieg versucht hat zu kämpfen, ist ein Auto, bei dessen Entwicklung die Budget-Obergrenze respektiert wurde. Wir wissen, wie viel Performance selbst ein kleiner Verstoß bringt."

Wie fällt die Strafe aus?

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Der Druck bleibt groß. Der Weltverband wird und muss nach der ersten Untersuchung zum wichtigen Budgetdeckel der Formel 1 mit dem weiteren Vorgehen nun einen Präzedenzfall schaffen, der die Richtung vorgeben wird. Dabei läuft man Gefahr, dass die Wichtigkeit der Budgetobergrenze ad absurdum geführt wird. Dass es wieder Diskussionen, Verschwörungstheorien und Streitereien geben und die Liste der Kontroversen noch länger wird. Mit Humor nimmt das dann aber niemand mehr.

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