Euro Moto Superbike
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Ilya Mikhalchik, Andreas Kofler und Inigo Iglesias haben schon mehrfach Titel in der IDM Superbike, Supersport, Supersport 300 und Sportbike geholt. In den neuen Serien tuen sie sich noch schwer.
Die Geschichte des Spaniers Inigo Iglesias ist schnell erzählt. Er war nicht nur in der Supersport-Weltmeisterschaft erfolgreich unterwegs, sondern holte auch den vorletzten Titel in der IDM Supersport 300 und im Vorjahr den ersten Titel in der Sportbike-Klasse. Danach war allerdings Schluss. Die eine oder andere Verhandlung führte nirgendwohin und Iglesias nimmt aktuell an keiner Meisterschaft teil und ist auch sonst nicht auf einem Motorrad gesehen worden.
Der Österreicher Andreas Kofler hatte in den IDM Supersport-Jahren 2024 und 2025 den Titel geholt. Mit seinem Aufstieg in die Supersport-Weltmeisterschaft verschwand nicht nur er aus der Serie, die seit diesem Jahr als Euro Moto unterwegs ist, sondern auch sein Bruder Maximilian Kofler, der nach seiner Zeit in der Supersport-WM in der IDM Superbike aufgeschlagen war und sich im letzten Jahr auch gut entwickelt hatte. Doch mit Andreas Kofler stieg auch das selbstgemanagte Team der Familie Kofler auf und für einen Superbike-Einsatz waren schlicht keine Kapazitäten mehr frei.
Für Andreas Kofler ist die WM ein hartes Pflaster. Nach acht von 12 Rennen blickt der Österreicher noch auf ein leeres Punktekonto. Zuletzt versuchte sich der Yamaha-Pilot im britischen Donington Park. Doch auch da ging Kofler leer aus. Für ihn war es der erste Ausflug auf die Insel. Die Rennen beendete er auf den Plätzen 26 und 24. Seine Titel in der IDM hatte er noch mit dem R6-Modell von Yamaha gewonnen, in der WM ist er mit der neuen R9 am Start.
«Wir konnten uns wieder von Session zu Session verbessern, was unseren guten Weg unterstreicht», beschreibt er seinen England-Ausflug. «Beim Set-up sind wir endlich dort, wo es sein soll.» Im zweiten Rennen konnte er seinen Rückstand auf den Sieger um zehn Sekunden verringern. «Die Punkteränge sind das zukünftige Ziel und ich will natürlich auch weiter nach vorne kommen. Wir sind die Neulinge in der Weltmeisterschaft, ich als Fahrer, aber auch das Team und das spüren wir natürlich auf solchen Strecken wie Donington, wo wir im Gegensatz zu fast allen Kontrahenten, noch null Erfahrungen haben extrem. Für den finalen Part der Saison sollten wir nun mit dem Set-up gut aufgestellt sein, wir werden im Sommer sicher auch noch testen und unsere Erfahrungen auf der R9 vertiefen. Ich hoffe wir kommen den Punkterängen näher, wenn es heuer nicht mehr klappt, dann sicher 2027.»
In den letzten Jahren hatte Ilya Mikhalchik in der IDM Superbike vor allem eines getan, und zwar gewinnen. Insgesamt hat er in der Serie vier Titel geholt. Doch nach dem Sieg 2024 wollte sich der Ukrainer einer neuen Herausforderung stellen und so seinem Traum, sein Land in der Superbike-Weltmeisterschaft zu vertreten, näherkommen. Im Vorjahr ging es mit den Siegen in der Superstock-Kategorie der Britischen Meisterschaft weiter. Am Ende holte er auch dort den Titel und feierte zu Beginn des Jahres 2026 den Deal für die Britische Superbike Meisterschaft auf einer Roki-BMW.
Bisher hat Mikhalchik vier der elf Rennwochenenden absolviert, an denen jeweils drei Läufe gefahren werden. Mit insgesamt 22 Zählern liegt er auf Platz 16 der BSB. Bei den ersten beiden Rennwochenenden war er leer ausgegangen. «Es war ein schwieriger Start in die BSB-Superbike-Saison in Oulton Park – definitiv die anspruchsvollste Strecke, auf der ich je gefahren bin», erklärt der BMW-Pilot. «Wir haben uns auf das Basis-Setup konzentriert. Das war natürlich nicht einfach, vor allem ohne Tests vor der Saison. Es gibt noch viel zu verbessern, sowohl am Motorrad als auch an mir selbst, um wirklich zu verstehen, wie man diese Strecken in einem wettbewerbsfähigen Tempo fährt.»
Oulton Park – definitiv die anspruchsvollste Strecke, auf der ich je gefahren bin.Ilya Mikhalchik
Auch in Donington Park blieb sein Konto leer. Erste Erfolge gab es dann in Knockhill. «Ein Wochenende voller Lernerfahrungen und Fortschritte», bezeichnet er seine Reise nach Schottland. «Wir waren zwar noch nicht ganz da, wo wir hinwollen, aber wir kommen jedem Mal, wenn wir auf die Strecke gehen, unserem Ziel näher.» Als produktives Wochenende mit etwas Pech kann man die Reise nach Snetterton bezeichen. «Es war großartig, in jedem Training konstant unter den Top 10 zu sein», freute er sich. «Leider wurde Rennen 1 durch eine rote Flagge unterbrochen, und nach dem Neustart hatten wir ein paar kleinere Probleme. Rennen 2 endete mit einem Ausfall (DNF), nachdem ich beim Start in den Sturz eines anderen Fahrers verwickelt worden war. Rennen 3 war ein hartes Rennen, bei dem ich mich von der letzten Position aus zurückkämpfte, um in die Punkte zu fahren."
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