Sebastian Vettel (Aston Martin): FIA lehnt Antrag ab!
Aston Martin hatte gehofft, dass die Disqualifikation von Sebastian Vettel nach dessen Rang 2 in Ungarn neu beleuchtet wird. Die Regelhüter des Autosport-Weltverbands FIA lehnen das ab.
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Sebastian Vettel und Aston Martin sind beim Autosport-Weltverband FIA abgeblitzt. Der Rennstall des Heppenheimers wollte nach dessen Disqualifikation in Ungarn neue Beweise vorlegen, welche – so hofften die Briten – den Ausschluss des vierfachen Champions rückgängig machen und ihm Rang 2 zurückgeben.
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Aber mit dem Antrag auf Revision, dass also der Fall neu beleuchtet wird, ist Aston Martin abgeblitzt! Damit hat die Disqualifikation Bestand, Aston Martin bleibt nun lediglich der Weg, gegen den Ausschluss in Berufung zu gehen, womit der Fall vor dem internationalen Sportgericht der FIA landen würde. Noch hat Aston Martin nicht erklärt, ob dieser Weg beschritten wird. Bis dahin bleiben die Ergebnisse des Ungarn-GP provisorisch (siehe Ergebnisse unten). Für Aston Martin nahmen an der Videokonferenz teil: Teamchef Otmar Szafnauer, Technikchef Andy Green und Sportdirektor Andy Stevenson. Seitens FIA waren zugeschaltet: Rennleiter Michael Masi, der Grieche Nikolas Tombazis (Chef der Einsitzer-Kommission), Tim Goss (Ex-McLaren, Stellvertretender Technikchef) sowie Cedrik Staudohar (Datenspezialist). Dazu die vier Rennkommissare, die am GP-Wochenende am Hungaroring gearbeitet hatten, also Gerd Ennser aus Deutschland, die beiden Italiener Matteo Perini und Tonio Liuzzi sowie Lajos Herczeg aus Ungarn. Die angeblich neuen und relevanten Beweise, welche dazu hätten führen sollen, den Fall neu aufzurollen: Daten aus der Benzinversorgung von Vettels Wagen. Aston Martin führte ins Feld, es sei wegen eines Fehlers zu einem Druckverlust im Tank gekommen mit unvorhergesehenem Eintritt von Luft in die Spritzelle und gleichzeitigem Austritt von Kraftstoff. Ein entsprechendes Überdruckventil habe versagt. Dies wird als Grund angegeben, warum die FIA-Regelhüter nur drei Deziliter Benzin im Tank finden konnten und nicht den vorgeschriebenen Liter. Die FIA stellt fest: Das ist zwar durchaus ein ein neues Element. Allerdings habe Aston Martin nach dem Rennen von Ungarn argumentiert, es hätten 1,74 Liter Sprit im Tank sein müssen. Nun aber müssten die Briten einräumen, aufgrund einer Fehlfunktion der Kraftstoffversorgung war es weniger als ein Liter. Die FIA kommt zum Schluss: Die Spezialisten haben nach dem Rennen zu wenig Sprit im Tank gefunden, und im Reglement ist verankert – weniger als ein Liter und ein Ausschluss ist die unweigerliche Folge. Wieso weniger als ein Liter an Bord war, spielt dabei für die FIA letztlich keine Rolle. Die Rennkommissare sind der Ansicht, ein regelkonformes Auto sei zu jeder Zeit in der Verantwortung des Rennstalls, und wenn ein Spritsystem nicht korrekt funktioniere, so sei das keine Grundlage, eine Disqualifikation auszuhebeln. Um die beiden Kritierien einer weiteren Untersuchung zu erfüllen (neu und relevant), hätte Aston Martin beweisen müssen, dass sehr wohl mehr als ein Liter im Tank vorhanden war, das wäre relevant gewesn. Damit kann dem Antrag auf Revision nicht stattgegeben werden. Nochmals: Aston Martin bleibt noch ein zweiter Weg, um den zweiten Rang von Vettel vielleicht zurück zu bekommen – Berufung und Gang vors Sportgericht. Auf der Grundlage der Einschätzung vom 9. August müssen die Chancen auf eine erfolgreiche Berufung allerdings als gering eingestuft werden.
01. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:40:00,248h 02. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1,859 sec* 03. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +2,736 04. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +15,018 05. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +15,651 06. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1:03,614 min 07. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:15,803 08. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1:17,910 09. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1:19,094 10. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:20,244 11. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde 12. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde 13. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde 14. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde Out Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, Kollision Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, Kollision Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, Kollision Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Kollision Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, Kollision Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Kollision *Disqualifikation, zu wenig Sprit
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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WM-Stand nach 11 von 23 Rennen**
Fahrer 1. Hamilton 192 Punkte 2. Verstappen 186 3. Norris 113 4. Bottas 108 5. Pérez 104 6. Leclerc 80 7. Sainz 80 8. Ricciardo 50 9. Vettel 48 10. Gasly 48 11. Ocon 39 12. Alonso 36 13. Stroll 18 14. Tsunoda 16 15. Latifi 4 16. Russell 2 17. Räikkönen 1 18. Giovinazzi 1 19. Schumacher 0 20. Mazepin 0 Teams 1. Mercedes 300 2. Red Bull Racing 290 3. McLaren 163 4. Ferrari 160 5. Alpine 75 6. Aston Martin 66 7. AlphaTauri 64 8. Williams 6 9. Alfa Romeo 2 10. Haas 0 ** WM-Stand noch unkorrigiert nach der Disqualifikation von Vettel
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