Ayrton Senna bei Ferrari: Wieso der Sensations-Wechsel nie zustande kam
Ex-Ferrari-Präsident Luca Cordero di Montezemolo sagt vor kurzem: «Ich bedaure nur eines – dass ich es nicht geschafft habe, Ayrton Senna zu Ferrari zu holen.» Jean Todt sagt, was damals passiert ist.
Die brasilianische Rennlegende Ayrton Senna hat immer zu Ferrari hinüber geguckt, bis heute hält sich der Formel-1-Mythos, dass der vielleicht beste Grand Prix-Fahrer von allen seine Karriere in Rot beenden und krönen wollte.
Jean Todt, zunächst Teamchef bei Ferrari, dann Direktor, später Präsident des Autosport-Weltverbands FIA, hat im Podcast High Performance darüber gesprochen, was in den 90er Jahren vorgefallen ist.
Der heute 80-jährige Franzose sagt: «Der erste Fahrer, mit dem ich verhandelte, als ich als Teamchef zu Ferrari kam, das war Ayrton Senna. «Er kam in mein Hotelzimmer und wir verbrachten die halbe Nacht damit, über seinen Wechsel zu Ferrari zu sprechen, und er wollte kommen. Das war ein Gespräch im September 1993. Er wollte kommen, aber schon 1994. Doch für 1994 hatten wir bereits Verträge mit Gerhard Berger und Jean Alesi.»
«Also sagte ich ihm, dass 1994 nicht möglich sei. Erstens waren wir in Sachen Konkurrenzfähigkeit noch nicht bereit, und zweitens hatten wir einen Vertrag mit zwei Piloten. Er antwortete: 'In der Formel 1 sind Verträge nicht wichtig.' Ich sagte: 'Für mich ist ein Vertrag schon wichtig.' Letztlich war also kein Weg zu finden für 1994, und er ging zu Williams.»
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