Toto Wolff: Das sagt der Mercedes-Teamchef zum Crash von Russell & Hamilton
Für George Russell war der Belgien-GP schon früh vorbei, er schied nach einem Crash mit Lewis Hamilton aus. Danach sprach er von einem normalen Rennzwischenfall. Was sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff?
George Russell hatte sich für den Belgien-GP viel vorgenommen, nachdem der WM-Rückstand auf seinen Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli beim Heimspiel in Silverstone auf 25 Punkte geschrumpft war. Der Brite wollte seinem starken Stallgefährten noch näher kommen, tat sich aber das ganze Wochenende hindurch schwer, mit dem 19-Jährigen aus Bologna mitzuhalten. Im Rennen, das Antonelli von der Pole und Russell von Startplatz 4 in Angriff nahmen, durfte sich der Jäger auch kurz Hoffnungen auf dein starkes Resultat machen.
Denn Russell kam gut weg, doch bereits nach der ersten Kurve lief nichts mehr nach Plan. Dem Sternfahrer fehlte sichtlich die Power, um mit den Spitzenreitern mitzuhalten. Er wurde zurückgereicht und kollidierte dann auch noch mit seinem früheren Teamkollegen Lewis Hamilton. Während der Ferrari-Star weiterfahren konnte – und später für die Kollision eine 5-sec-Strafe kassierte – musste Russell aufgeben. Er landete im Kiesbett und ging damit leer aus. Im WM-Klassement fiel er dadurch ausgerechnet hinter den siebenfachen Champion von der zweiten Position auf Platz 3 zurück.
Der siebenfache GP-Sieger war sauer – aber nicht auf Hamilton. Denn die unliebsame Berührung in der Les Combes wertete er als normalen Rennzwischenfall. «Natürlich lag die Schuld mehr auf seiner Seite, aber er hat nichts Unüberlegtes getan, das war einfach einer dieser Zwischenfälle. Er hat es ja nicht absichtlich gemacht», erklärte er nach dem bitteren Ausfall.
Appell von Teamchef Toto Wolff
Ähnlich fällt das Urteil von Toto Wolff aus. Der Teamchef von Mercedes erklärte: «George hat unsere volle Unterstützung. Er hat es auf der Aussenseite versucht, stieg spät in die Eisen und es hätte seine Kurve sein müssen. Aber das ist ein normaler Rennunfall. Diese Dinge können immer passieren, ob du vorne, im Mittelfeld oder am Ende des Feldes liegst.»
Und mit Blick auf die Performance seines Schützlings betonte der Wiener: «George hatte ein schwieriges Wochenende, das geht wahrscheinlich zu 50 Prozent auf die Antriebseinheit zurück, die nicht so gut war, wie sie es hätte sein sollen. Und zur Hälfte lag es wohl an der Arbeit am Steuer. Aber wir stecken da alle zusammen im gleichen Boot. Wir alle machen Fehler. Heute lag der Fehler beim Team, beim nächsten Mal kann es ein Fehler des Fahrers sein. Wir müssen einfach die Fehlerquote minimieren und uns gegenseitig unterstützen.»
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