George Russell nach Crash mit Lewis Hamilton: «Das ärgert mich am meisten»
George Russell war nach seinem Aus im Belgien-GP bedient. Der Mercedes-Star schied nach einer Kollision mit Lewis Hamilton bereits in der ersten Runde aus. Seine Probleme begannen aber schon vorher.
In Silverstone war George Russell noch der grosse Glückspilz, auch wenn er das Rennen auf dem heimischen Traditionskurs nicht für sich hatte entscheiden können. Doch er kam hinter Sieger Charles Leclerc ins Ziel – und sein Mercedes-Teamkollege und ärgster Gegner im Titelkampf ging leer aus, weil er vom Pech zurückgeworfen wurde.
In Belgien leistete Kimi Antonelli aber Wiedergutmachung, er fuhr den sechsten GP-Sieg seiner Karriere ein und vergrösserte seinen WM-Vorsprung damit wieder. Russell musste hingegen wieder einmal eine bittere Pille schlucken. Ein Crash mit seinem früheren Teamkollegen Lewis Hamilton warf ihn aus dem Rennen. Damit fehlen ihm wieder 50 Punkte auf den eigenen Stallgefährten. Dass der Ferrari-Star für die Kollision eine 5-sec-Zeitstrafe kassierte, war für den Briten ein schwacher Trost, schliesslich rutschte er durch den Nuller auch noch vom zweiten auf den dritten WM-Zwischenrang zurück – und damit hinter Hamilton.
Nach dem Ausfall seufzte der sichtlich bediente Mercedes-Star: «Ich erwischte einen guten Start, kam gut durch die erste Kurve und war direkt hinter Max Verstappen, doch aus irgendeinem Grund entschied sich die Batterie, nach der ersten Kehre nicht wieder aufzuladen, und ich hatte danach 35 Prozent weniger Energie.»
Und Russell berichtete auch von weiteren Motor-Sorgen: «Ich hatte ein Problem mit dem Boost, der Turbo funktionierte nicht richtig deshalb hatte ich null Prozent Batterie-Power, als ich oben bei der Eau Rouge ankam. Das war ehrlich gesagt einfach nur gefährlich. Ich wurde von drei Autos überrollt und hätte gar nicht erst in diese Situation geraten dürfen – das ärgert mich am meisten.»
George Russell: Keine Wut auf Lewis Hamilton
Zum Crash mit Hamilton sagte der 28-Jährige: «Das war meiner Meinung nach ganz klar ein normaler Rennzwischenfall, er hat das nicht absichtlich gemacht. Natürlich lag die Schuld mehr auf seiner Seite, aber er hat nichts Unüberlegtes getan, das war einfach einer dieser Zwischenfälle.»
«Ich ärgere mich einfach am meisten darüber, dass ich überhaupt in diese Situation geraten bin. Ich war nach der ersten Kurve in einer hervorragenden Position und bereit, bis zur fünften Kurve gegen die beiden vor mir zu kämpfen. Stattdessen wurde ich von drei Fahrern überholt», klagte Russell, und stellte klar: «Ich bin mittlerweile etwas abgestumpft, was die Enttäuschungen in den diesjährigen Rennen angeht. Wenn das so oft vorkommt, dann gewöhnt man sich daran.»
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