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SidecarCross-WM, Straßbessenbach: Prümmer/Schneider gewinnen ersten GP

Ausgerechnet beim SidecarCross-GP in Straßbessenbach gelang Tim Prümmer/Patrick Schneider mit dem Gesamtsieg der größte Coup ihrer Karriere. Insgesamt schnitten die deutschsprachigen Teams gut ab.

SidecarCross

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Schon die samstägliche Qualifikationsrunde zum GP in Straßbessenbach lief verheißungsvoll. In der Gruppe A gewannen Tim Prümmer/Patrick Schneider vor den WM-Spitzenreitern Marvin Vanluchene/Ben van den Bogaart sowie Daniels und Bruno Lielbardis. Remo und Luca Käser qualifizierten sich als Siebte, Sven und Marc Buob als Zwölfte direkt. Die B-Quali dominierten Killian und Evan Prunier vor Koen Hermans/Dion Rietman und Julian Veldman/Rodolphe Lebreton. Marco und Remo Heinzer fuhren auf fünf, Adrian Peter/Julian Zimmermann Patrick Hengster/Justin Blume und Dan Foden/Noah Weinmann im Gefolge.

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Auch Leon Hofmann, mit Joel Hoffmann als Vertretung für Leon Freygang im Boot, schaffte als Zehnter den direkten Einzug in die Hauptrennen. Hoffmanns bisheriger Chauffeur Stephan Wijers hatte dem Türinger zuvor angeboten, nur noch auf harten Bahnen mit ihm fahren zu wollen und für die Sandstrecken aus unerfindlichen Gründen auf seinen früheren Beifahrer Han van Hal zu setzen. Der war nach seiner Trennung von Thom van de Lagemaat wieder vakant, hatte sich für Straßbessenbach aber bereits mit Multmeister Daniel Willemsen verabredet. Da Joel Hoffmann der Vorschlag von Wijers nicht behagte, sagte er Wijers komplett ab, worauf dieser für den Deutschland-GP in die sprichwörtliche Röhre schaute.

Jan Hoormann trat wieder mit seinem langjährigen Beifahrer Andy Schlinnertz an, nachdem Boyd Verhees seine Karriere mitten in der Saison beendet hatte. Allerdings will der Belgier nur aushelfen, solange Paul Kinder seine Verletzung auskuriert. In Bessenbach musste das Duo für die Qualifikation den Umweg über das Last-Chance-Rennen nehmen. Pierre Seifert und sein belgischer Aushilfsbeifahrer Jasey Vlot schafften diese Hürde nicht.

Auch der Rennsonntag bot nach WM-würdiger Streckenpräparation und nächtlichem Regen optimale Bedingungen. Beim ersten Start setzten sich Prümmer/Schneider noch vor der ersten Kurve gegen die Leferink- und die Prunier-Brüder durch. Vanluchene/van den Bogaart kamen auf der steilen Geraden nicht optimal in Schwung. Während die Pruniers die Leferinks im Lauf des Rennens erfolgreich attackieren konnten, setzten sich Prümmer/Schneider ab und fuhren ungefährdet den Laufsieg ein.

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Von den schweizerischen Teams setzten sich Remo und Luca Käser beachtlich in Szene und kreuzten die Ziellinie vor dem wieder einmal blass wirkenden Weltmeister Koen Hermans mit Beifahrer Dion Rietman und ließen auch die Routiniers Brett Wilkinson/Joe Millard und Davy Sanders/Jens Vincent hinter sich. Dan Foden/Noah Weinmann waren ebenfalls gut gestartet, ließen sich aber im Hinblick auf die noch frische Handfraktur des Engländers auf keine Zweikämpfe ein und retteten bei ihrem Comeback immerhin den zwölften Rang. Als zweites Schweizer Team brachten die Gelegenheitsfahrer Marco Heinzer/Martin Betschart den vierzehnten Platz ins Ziel. Hinter ihnen gab es einen deutschen Dreikampf, den Hengster/Blume vor Hofmann/Hoffmann und Peter/Zimmermann gelang. Die Buobs und Hoormann/Schlinnertz verpassten die Punkteränge.

Beim zweiten Start ließen Vanluchene/van den Bogaart nichts anbrennen und schossen vor Prümmer/Schneider in die erste Kurve. Die Leferinks rangierten wiederum an dritter Stelle, während die Pruniers sich weiter hinten einreihen mussten. Immerhin konnten sie sich noch auf den vierten Platz vorkämpfen, verloren aber weiter Boden an die WM-Führenden. Die Lielbardis-Twins mischten anfangs im Vorderfeld mit, fielen dann aber mit defekter Hinterradfederung zurück.

Besser als im ersten Rennen lief es für Foden/Weinmann, die sich recht mühelos vor den WM-Dritten Wilkinson/Millard halten konnten. Die Käsers steigerten sich auf den siebten Rang vor Heinzer/Betschart. Dahinter kam es diesmal nur zu einem Zweikampf deutscher Teams, den Hengster/Blume abermals gegen die neuen deutschen Meister gewannen. Hofmann/Hoffmann konnten dabei nicht mitmischen. Am Start standen sie hinter Hermans/Rietman, die etwas vorschnell Gas gaben und vom noch nicht gefallenen Gitter gestoppt wurden. Umso beachtlicher ist, dass sich die Hof(f)männer noch in die Punkteränge kämpften. Hoormann/Schlinnertz hatten nach schlechtem Start dagegen keine Chance, auf der schnellen Piste WM‑Zähler zu ergattern.

Mit den Plätzen eins und zwei holten Tim Prümmer und Patrick Schneider ihren ersten GP-Gesamtsieg und verkürzen den Abstand zu den Pruniers von 31 auf 24 Punkte. Von den noch ausstehenden vier Grands-Prix finden drei auf Sandstrecken statt, die der deutsch-österreichischen Formation deutlich besser als den Franzosen behagen. Vanluchene/van den Bogaart finden sich unter allen Bedingungen gut zurecht und dürften nur noch durch Ausfälle am Titelgewinn scheitern.

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Bereits am kommenden Wochenende startet die zweite Baltikum-Runde mit dem GP im lettischen Madona. Eine Woche später geht es in Mickunai MX Parkas/Litauen weiter. Prümmer/Schneider werden dort selbstverständlich starten, auch Foden/Weinmann wollen die beiden Rennen nach ihrem vielversprechenden Comeback nicht auslassen. Weiterhin ist Joel Hoffmann mit von der Partie: Das Angebot von Multi-Champion Daniel Willemsen zum Mitfahren mochte der zweifache Deutsche Beifahrer-Vizemeister nicht ausschlagen. Ob Peter/Zimmermann jedoch die weite Reise auf sich nehmen, ist eher fraglich. Denn verbessern können sich die amtierenden deutschen Meister in der WM-Rangliste kaum. Die weiteren deutschen und schweizerischen Teams verzichten ohnehin auf diese beiden Grands Prix.

Resultate Motocross-Gespann-WM Straßbessenbach/D:

1. Lauf: 1. Prümmer/Schneider (D/A), VMC-AMS. 2. K.Prunier/E.Prunier (F), WSP-KTM. 3. T.Leferink/S.Leferink (NL), VMC-KTM. 4. Vanluchene/van den Bogaart (B/NL), VMC-Zabel. 5. Auvray/Steegmans (F/B), WSP-KTM. 6. J.Veldman/Lebreton (NL/F), CPD-KTM. 7. D.Lielbardis/B.Lielbardis (LV), WSP-Mega. 8. R.Käser/L.Käser (CH), VMC-KTM. 9. Hermans/Rietman (NL), WSP-Mega. 10. Sanders/J.Vincent (B/NL), WSP-Mega. 11. Wilkinson/J.Millard, (GB), WSP-Husqvarna. 12. Foden/N.Weinmann (GB/D), WSP-AMS. 13. G.Carcreff/Hupon (F), VMC-Zabel. 14. M.Heinzer/M.Betschart (CH), VMC-KTM. 15. Hengster/Blume (D), VMC-KTM. 16. Hofmann/Hoffmann (D), VMC-Mega. 17. Peter/Zimmermann(D), VMC-Husqvarna. 18. K.Grondman/R.Vincent (NL), VMC-Zabel. 19. N.Hendrickx/Kaethoven (B), VMC-Mega. 20. T.van der Lagemaat/A.van de Wiel (NL), VMC-Zabel. 23. S.Buob/M.Buob (CH), VMC-Zabel. 29. Hoormann/Schlinnertz (D/B), VMC-Zabel.

2. Lauf: 1. Vanluchene. 2. Prümmer. 3. Leferink. 4. Prunier. 5. Foden. 6. Wilkinson. 7. Käser. 8. Heinzer. 9. Hermans. 10. Carcreff. 11. D.Willemsen/van Hal (NL), WSP-KTM. 12. Hengster. 13. Peter. 14. Hendrickx. 15. Grondman. 16. Van de Lagemaat. 17. Hodges/Henderson (GB), WSP-Husqvarna. 18. Buob. 19. Hofmann. 20. Lielbardis. 25. Hoormann.

WM-Stand nach 16 von 24 Läufen:

1. Vanluchene 376 Punkte. 2. Prunier 348. 3. Prümmer 324. 4. Wilkinson 278. 5. Leferink 234. 6. Hermans 203. 7. Lielbardis 181. 8. Foden 172. 9. Sanders 165. 10. Grondman 163. 11. Wijers 144. 15. Peter 100. 17. Hengster 69. 19. Heinzer 41. 25. Käser 27. 30. Hofmann u. Uhlig je 17. 37. Buob 9.

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