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Moto4 Northern Cup/Sachsenring: Podest fest in deutscher Hand

Acht Siege in Folge. Robin Siegert ist weiterhin nicht zu stoppen. Anina Urlaß und Thias Wenzel teilen sich die Plätze 2 und 3. Saisonhighlight vor 261.813 Fans auf dem Sachsenring.

Rundstrecke

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Bei bestem Sommerwetter feierten die deutschen Fans an diesem Wochenende die Stars der MotoGP und die Nachwuchstalente des Moto4 Northern Cup auf dem Sachsenring. Der Traditionskurs lockte erneut Tausende Fans an und feierte einen neunen Besucherrekord. Dabei heizten die jungen Piloten den Zuschauern zusätzlich ein und Robin Siegert bescherte ihnen mit zwei Siegen zwei Mal die deutsche Nationalhymne am Samstag und Sonntag.

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Dominanz zuhause

Der Kiefer Racing-Fahrer Robin Siegert dominierte auf der Heimstrecke. Nachdem sich der 15-Jährige die Pole Position mit gutem Vorsprung gesichert hatte, fuhr er zwei saubere 16 Runden lange Rennen und gewann mit jeweils 6,123 und 3,401 Sekunden Vorsprung. «Es war wieder ein mega Wochenende. Wir konnten dieses Mal auch im Training den ersten Platz sichern. Ich hatte ein super Gefühl das ganze Wochenende lang mit einem neuen Rundenrekord zur Pole Position. Mein Team hat einen super Job gemacht und es hat richtig viel Spaß gemacht zusammen mit meinem Team diese Erfolge zu feiern. Es hat mich extrem gefreut und nun blicken wir weiter nach vorn nach Oschersleben, wo dann die Titelchance deutlich da ist. Es macht richtig viel Spaß. Ich möchte noch einmal Danke sagen an alle, die hier waren, Supporter, Fans, Sponsoren und alle, die von zu Hause zugeschaut und mich unterstützt haben. Es war echt cool», strahlt Siegert. Dabei baute der Förderpilot des Motorsport Team Germany seine Gesamtführung vor den letzten beiden Veranstaltungen der Saison auf 229 Punkte aus.

Podest-Abo verlängert

Anina Urlaß sicherte sich die Plätze 3 und 2 am Samstag und am Sonntag, nachdem sie von Position 3 aus gestartet war. «Beide Rennen liefen echt gut, zugegeben, es geht auch besser», beginnt die Förderpilotin des Motorsport Team Germany etwas selbstkritisch. «Mein Start zum ersten Rennen war wirklich schlecht. Ich konnte ihn im zweiten Rennen dann aber besser machen und direkt in der Gruppe mitfahren. Mit P3 und P2 konnte ich wieder zwei Podien holen. Ich versuche jetzt einfach, den zweiten Platz in der Meisterschaft zu verwalten so gut es geht und hoffentlich auch noch ein, zwei Siege einzufahren», ergänzt die Mass Sports Racing by Jrp Motorsport-Fahrerin.

Zweimal auf Sachsenring-Podest

Wie Urlaß nahm auch Motorsport Team Germany-Förderkollege Thias Wenzel 36 Punkte vom Sachsenring mit nach Hause. Der Team NSA-Fahrer sicherte sich im ersten Rennen den zweiten Platz und komplettierte das zweite komplett deutsche Podium im zweiten Lauf mit Position 3. «Am Samstag hatte ich zunächst eine Lücke nach vorne. Ich habe versucht, der Erste meiner Gruppe zu sein, da es viele Überholmanöver gab, die viel Spaß gemacht haben. In der letzten Kurve konnte ich den Zweitplatzierten überholen und wurde schließlich Zweiter», berichtet der 17-Jährige. Am Sonntag meint Wenzel, einige Fehler gemacht zu haben. «Diese werde ich jetzt analysieren, um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden. Trotzdem gab es wieder viele Überholmanöver, und am Ende wurde ich Dritter», ergänzt er.

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Erst im zweiten Rennen im Ziel

Danny Hinkelmann hatte sich zunächst auf Platz 11 qualifiziert, stürzte im ersten Rennen aber zur Halbzeit und ging damit zunächst leer aus. Aber am Sonntag zeigte der Hinkelmann DH14 Racing-Fahrer seine Stärke, lag den ganzen Lauf über im Kampf ums Podium und fuhr schließlich als Fünfter ins Ziel. «Dieses Wochenende war sehr viel mehr drin. Nach meinem Sturz im ersten Rennen war ich immer noch angeschlagen und musste auch mit vielen technischen Problemen am Motorrad kämpfen», fasst der 15-Jährige zusammen.

Gemischte Gefühle

Auch Louis Wolff erlebte ein erfolgreiches Wochenende. Der zweite Kiefer Racing-Fahrer sicherte sich in der Qualifikation zwar lediglich Rang 17. Der 18-Jährige fuhr aber im ersten Rennen auf Platz 11 und im zweiten Lauf sogar auf Position 10 nach vorne. Wie Hinkelmann und Wolff nahm auch Jason Rudolph elf Punkte vom Heimrennen mit. Der Racingteam Rudolph-Pilot hatte sich auf einem starken siebten Platz qualifiziert und fuhr von dort aus im ersten Rennen auf Position neun ins Ziel. Im zweiten Rennen sah der 16-jährige Förderpilot des Motorsport Team Germany die schwarz-weiß-karierte Flagge als Zwölfter.

Tudor Dedea erlebte ein schwieriges Wochenende. Von Platz 20 aus hatte er es im ersten Rennen etwas zu eilig und musste nach einem Frühstark zwei Long Lang-Strafen absolvieren, die ihm vom starken Mittelfeld auf Position 16 zurückbrachten. «Im ersten Rennen lief mein Start sehr gut. Leider zu gut, denn es war ein Frühstart. An diesem Zeitpunkt hatte ich mich von P20 auf 12 hochgearbeitet Nachdem ich die zwei Long Laps absolviert hatte, war die Gruppe leider schon zu weit weg», so Dedea. Im zweiten Lauf fuhr der 15-Jährige vom Tudor Racing Team auf dem 17. Platz ins Ziel.

Nicht ganz happy

Weniger zufrieden ging Smilla Göttlich nach Hause. Die Team Freudenberg – Paligo Racing-Fahrerin, die auch vom Motorsport Team Germany gefördert wird, sicherte sich am Freitag zunächst einen starken fünften Platz in der Startaufstellung, kam im ersten Rennen aber in der dritten Runde zu Sturz und musste daher frühzeitig aufgeben. Da sie den Sturz ausgelöst hatte, musste Göttlich im zweiten Lauf auch noch eine Long Lap absolvieren und hatte daher kaum eine Chance. Sie landete auf Platz 20 ins Ziel.

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«Im Moment ist es schwierig, dieses Wochenende zu beschreiben, vor allem weil es am Freitagabend noch extrem gut lief. Im ersten Rennen bin ich in Runde 3 gestürzt, da ich nicht damit gerechnet habe, dass der Fahrer vor mir so zeitig bremst und dann konnte ich nicht mehr ausweichen. Die Long Lap Penalty hat es mir das Leben in Rennen 2 auch nicht einfach gemacht. Ich habe schon in der Startrunde ein paar Positionen verloren und dann nach der Long Lap noch mehr. Ich hatte im Rennen bei weitem nicht den Speed um diese Positionen wieder gut zu machen», fasst die 15-Jährige zusammen.

Nach drei nervenaufreibenden Events zusammen mit der MotoGP geht es nun für die Moto4 Northern Cup-Talente in knapp drei Wochen (31. Juli bis 02. August) in der Motorsport Arena Oschersleben in die vorletzte Runde der Saison 2026.

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