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Wunderkind Esteban Tuero: Colapinto-Vorgänger heulend im Hotelzimmer
An diesem 22. April ist der Argentinier Esteban Tuero 48 Jahre alt geworden. Seine Karriere bis zum GP-Fahrer verlief merkwürdig. Er kam zu früh in die Königsklasse und war auch bald wieder weg.
Formel 1
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Franco Colapinto hat in Argentinien das Formel-1-Feuer frisch entfacht. Das hätte eigentlich schon dreissig Jahre vorher passieren müssen, mit einem Piloten, der für die Generation Netflix ein unbeschriebenes Blatt ist – Esteban Tuero, der heute 22. April 2026 seinen 48. Geburtstag feiert.
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Als ihn das Minardi-Team (heute die Racing Bulls) zur GP-Saison 1998 hin völlig überraschend in die Formel 1 holte, war der Argentinier der drittjüngste Fahrer der Formel-1-Historie, nach dem Neuseeländer Mike Thackwell und dem Mexikaner Ricardo Rodríguez. Heute ist Tuero immerhin noch der GP-Fahrer. Tuero wuchs in Buenos Aires auf, nicht weit von der Formel-1-Strecke entfernt. Sein Vater fuhr selber Rennen und setzte Esteban mit sieben in einen Go-Kart. Tuero junior fuhr bis 1992 Kartrennen, es folgten die Formel Renault 1993 und die Formel Honda 1994, wo er Landesmeister wurde. Als 16-Jähriger bestritt er bereits Rennen zur südamerikanischen Formel-3-Meisterschaft. Von Argentinien nach Europa Papa Tuero wusste: Früher oder später musste der Junge nach Europa, wenn er weiterkommen wollte. Esteban holte sich 1995 in Italien überlegen die Formel-2000-Trophäe (mit einem alten Dallara 392) und bestritt erste Rennen in der italienischen Formel 3. Dort stiess er zum Team von Enzo Coloni.
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Formel-1-Teamchef Giancarlo Minardi, immer auf der Suche nach neuen Talenten und frischen Sponsoren, offerierte Tuero einen Test im GP-Renner.
In der Formel 3 begann Tuero die Saison vielversprechend: Vierter im ersten Rennen, Sieger im zweiten, dann jedoch wegen illegalen Treibstoffs disqualifiziert. In Monaco startete er aus der ersten Reihe, kollidierte aber mit dem späteren GP-Sieger Jarno Trulli.
Mitten in der Saison wechselte Tuero in die Formel 3000, konnte aber nur einmal in die Top-Ten vordringen. Von der Regierung in die Formel 1 geschubst Nächste Station des Weltenbummlers: Die Formel Nippon in Japan, dort holte er nur einen Punkt. Aber immer wieder testete er für Minardi, und daher befand der Teamchef den Zeitpunkt für gekommen, ihn in den GP-Sport zu holen, tüchtig geschubst von der argentinischen Regierung, die glaubte, ein einheimischer Fahrer würde das Interesse am Argentinien-GP ankurbeln.
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Schon die Erteilung des Formel-1-Führerscheins Superlizenz war höchst umstritten. Immerhin qualifizierte er sich beim WM-Beginn in Australien 1998 vor seinem Stallgefährten Shinji Nakano. Im Rennen schied er wegen Motorschadens aus. Es folgte ein Getriebedefekt in Brasilien und ein Dreher beim Heimrennen in Buenos Aires – irritiert von einem Reifenwechselboxenstopp, der satte 42 Sekunden gedauert hatte. Heulend im Hotelzimmer In Imola wurde Tuero Achter (sein Highlight), aber inzwischen war jedem klar, dass er in der Formel 1 überfordert war. Ihm selber auch. Ein Minardi-Mitarbeiter erzählte mir damals: "Esteban schloss sich in seinem Hotelzimmer ein und weigerte sich heulend, mit uns zur Rennstrecke zu kommen. Er war komplett fertig." Aus- und Unfälle in lockerer Reihe waren die Folge. In Japan verwechselte er leider Gas und Bremse und krachte in den Tyrrell von Toranosuke Takagi, bei der Landung des anschliessenden Flugs zog sich Tuero eine Wirbelverletzung zu. Minardi wollte 1999 mit ihm weitermachen, doch am Vorabend des ersten Tests mit dem neuen Modell eröffnete Esteban dem verblüfften Teamchef, er sei nicht länger Formel-1-Fahrer und fliege jetzt nach Hause.
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Tuero kehrte in seine Heimat zurück und bestritt Tourenwagenrennen, in der so genannten TC2000, später Super TC2000. Esteban wurde VW-Werksfahrer mit Polo- und Bora-Modellen und gewann sogar Rennen, 2008 wurde er Klasse-3-Gesamtsieger der Turismo-Nacional-Serie. Mit 38 hängte der heutige Ford-Pilot den Helm an den Nagel. Vor zehn Jahren schrieb er auf Twitter (heute X): "Ich bin nach dreissig Jahren Rennsport all meinen Wegbegleitern dankbar für all ihre Unterstützung.»
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