Toprak Razgatlioglu (Yamaha) vor Jerez: Rückkehr zu einem besonderen Ort
MotoGP-Rookie Toprak Razgatlioglu hat an den Circuito de Jerez fantastische Erinnerungen. Dort wurde er zwei Mal Superbike-Weltmeister. Auch für Yamaha ist der Spanien-GP ein wichtiger Meilenstein.
Toprak Razgatlioglu nutzte die vierwöchige Rennpause für private Trainingssessions und um einige Tage auszuspannen. Die längere Unterbrechung dürfte dem MotoGP-Rookie gut getan haben, um auf andere Gedanken zu kommen und neue Energie zu tanken. Bislang tut sich der 29-Jährige schwer in der Königsklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft. Er versucht krampfhaft, seinen Fahrstil an die MotoGP-Yamaha anzupassen. Dazu kommt, dass die neue V4-M1 noch viel Entwicklungsarbeit benötigt und derzeit das schwächste Motorrad im Feld ist. Immerhin konnte Toprak beim letzten Event in Austin seinen ersten WM-Punkt in der MotoGP einfahren.
Dieses Wochenende geht es mit dem Spanien-GP in Jerez weiter. Die Strecke in Andalusien ist Toprak bestens vertraut. In seiner Superbike-Karriere hat er dort sehr viele Rennen bestritten und unzählige Testkilometer abgespult. Und: Auf dem Circuito de Jerez wurde er 2024 und 2025 jeweils zum Champion gekrönt. «El Turco» dürfte somit mit einem guten Gefühl nach Südspanien reisen.
«Ich mag Jerez sehr! Nicht nur, weil mir das Layout und das Fahrgefühl dort gefallen, sondern auch, weil ich in den letzten zwei Jahren auf dieser Strecke Weltmeister geworden bin und daher fantastische Erinnerungen daran habe», meinte der dreifache Superbike-Weltmeister vor dem Rennwochenende. «Ich freue mich darauf, dort wieder zu fahren, was für mich normalerweise positiv ist. Natürlich haben wir aber ein neues Projekt mit der Yamaha, also müssen wir bestätigen, dass sich das gute Gefühl, das ich mit der Strecke in Verbindung bringe, auch auf das Motorrad übertragen lässt. Ich weiß, dass das Team hart daran arbeitet, das Gesamtpaket zu verbessern, also freue ich mich darauf, wie immer mein Bestes zu geben und hoffentlich ein gutes Ergebnis zu erzielen.»
Jerez: Viele Referenzdaten
Auch für Pramac ist das MotoGP-Wochenende in Jerez ein besonderes. «Für das Team stellt dieses Wochenende einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklungsreise des Yamaha-Projekts dar, da die Performance nun direkter mit dem gesamten Startfeld auf einer Rennstrecke verglichen werden kann, für die alle Hersteller über umfangreiche Referenzdaten verfügen», hieß es in einem offiziellen Presse-Statement seitens Pramac Yamaha. «Der Fokus liegt weiterhin darauf, die Set-up-Richtung zu festigen, die Konstanz zu verbessern und die Anforderungen an das Motorrad und die Fahrer immer genauer zu verstehen, um Schritt für Schritt mehr Performance herauszuholen.»
Beim Spanien-GP werden fünf Yamaha in der Startaufstellung stehen. Zu den Stammfahrern Fabio Quartararo, Alex Rins, Jack Miller und Toprak wird sich Testfahrer Augusto Fernandez gesellen. Seine Aufgabe am Rennwochenende wird es sein, beim japanischen Bike Updates auszuprobieren, damit die Stammpiloten beim offiziellen MotoGP-Test am Montag eine gute Basis zur Verfügung haben.
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