David Coulthard: Red Bull Racing war für die Formel 1 ein Kulturschock
Der 13-fache Grand Prix-Sieger David Coulthard sprach im Rahmen einer Sondersendung von ServusTV über die Anfänge mit dem Team Red Bull Racing: «Wir haben das Fahrerlager erschüttert.»
Im Rahmen einer Sonderausgabe von „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ wurde direkt von der Terrasse des neu adaptierten Hotels Schönberghof direkt ober dem Red Bull-Ring gesendet. Dabei drehte sich alles um den Motorsport. Mit dabei waren im Formel 1-Talk die Ex-Piloten David Coulthard (53), Christian Klien (43) und Patrick Friesacher (45).
Coulthard erinnerte sich an den Start bei Red Bull Racing 2005, als er der Vorarlberger Klien als Teamkollegen hatte. „Red Bull-Chef Didi Mateschitz hat damals gesagt – erstmals müssen wir uns den Respekt im Fahrerlager holen und dann holen wir den Sieg. Es war klar, dass wir nicht sofort aus dem Stand Rennen gewinnen. Es war klar, es wird ein Mehrjahres-Projekt, bis Red Bull in die Lage kommt, auch Rennen zu gewinnen.“
Und Coulthard merkt im Nachhinein auch an: „Wir haben das ganze Fahrerlager durcheinander geschüttelt. Die Teams waren da immer für sich alleine. Er hat dann die Red Bull-Zeitung rausgebracht und auch die anderen Teams in die Energy Station eingeladen. Als sie dann reinkamen, waren sie nicht sicher, wo sie sind.“
Coulthard ist im Nachhinein überzeugt: „Keine Frage – Red Bull hat das Gesicht der Formel 1 verändert. Und wir wissen: Alles wurde dann viel umgänglicher!“
Red Bull Racing: Sofort mehr Punkte als Jaguar
„Wir haben beim ersten Rennen mehr Punkte geholt als Jaguar, wie das Team vor Red Bull Racing hiess“, erinnert sich Coulthard.
Klien sagt zu dieser Zeit: „Es war ja auch ein Kulturschock für das Team selber. Ein Jahr davor war es ja noch Jaguar, noch sehr britisch, fast steif würde ich sagen, für meine Verhältnisse sowieso. Dann kam Red Bull. Aber alle mussten sich daran gewöhnen. Beim ersten Rennen dann Vierter und Siebter – da waren wir schon sehr zufrieden!“
Die Fahrer Klien und Vitantonio Liuzzi nannten Coulthard damals Onkel David. Klien: «Ja, David hat uns viel beigebracht, nicht nur auf der Strecke – da waren wir damals sehr dankbar.“
Auch über alte Zeiten und Motorräder wurde gesprochen. Coulthard erinnert sich: „Damon Hill hat tatsächlich leidenschaftlich gebrannt für Motorräder. Er war dann eigentlich ein Motorrad-Kurier, der Pakete in der Formel 1 ausgefahren hatte.»
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