Euro Moto Superbike
Jan Mohr beim Euro Moto-Auftakt am Sachsenring: «Viel fehlt nicht mehr»
Mit zwei dritten Plätzen bei der Premiere der IDM-Nachfolgeserie Euro Moto auf dem Sachsenring gelang Lennox Lehmann ein kleiner Befreiungsschlag. Dies soll aber nicht das Ende der Fahnenstange sein.
Nach einer schwierigen Saison 2025 in der IDM Supersport verlief Lennox Lehmanns Einstand in der gleichen Klasse Supersport, jedoch in der IDM-Nachfolgeserie Euro Moto, am vergangenen Wochenende auf dem Sachsenring, mit zwei dritten Plätzen schon eher nach seinem Geschmack. Der zweimalige IDM Supersport 300-Champion begann sein drittes Jahr in der landläufig noch 600er-Klasse genannten Kategorie, sein zweites im niederländischen Team Apreco – Yamaha mit zwei dritten Plätzen jeweils auf dem Podest. Im Vorjahr waren zwei vierte Plätze seine besten Einzelergebnisse, die Saison schloss er nur auf Rang 8 ab.
Eine Erklärung für seinen kleinen Befreiungsschlag war im anschließenden Gespräch mit SPEEDWEEK.com, dass er eine komplett neue Crew hinter sich hat. «Das Team und ich haben im letzten Jahr sehr viel lernen können. Eben dadurch, weil es so ein schwieriges Jahr war. So langsam geht es in die richtige Richtung. Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, aber es war definitiv erst einmal ein versöhnlicher Start in die neue Saison. Jetzt geht es weiter an die Arbeit, dann greifen wir hoffentlich in Brno (Brünn) die Plätze vor mir an.»
Neu ist für die Yamaha-Piloten auch das neue Modell YZF-R9 an Stelle des Dauerbrenners R6. «Mit der 6er hatte das voriges Jahr nichts zu tun. Dennoch macht mir die R9 auch viel Spaß. Das ist ein top Motorrad. Das Bike ist relativ anders als die R6 und verlangt einen ganz anderen Fahrstil. Aber ich komme super mit dem Motorrad klar. Dass es konkurrenzfähig ist, haben wir am Sachsenring, aber auch in der Weltmeisterschaft schon gesehen. Da gibt es keine Ausreden.»
Mit Blick auf das am Sachsenring doppelt siegreiche Motorrad im Parc Fermé, die ausgereifte und mutmaßlich ausgereizte Ducati Panigale V2, meinte der 20-jährige Dresdner: «Wenn man sich da ein bisschen auskennt, weiß man genau, dass die Ducati nicht wirklich ausgereizt ist und dass es für dieses Jahr auch Upgrades gab.»
Ungeachtet dessen würde man bei der neuen Yamaha die größeren möglichen Entwicklungsschritte vermuten, doch dazu klärt Lennox Lehmann auf: «Es ist ja alles im Reglement festgeschrieben, da kann man nicht viel machen. Wir können ja nicht mit einem anderen Rahmen fahren, weil wir denken, dass der besser wäre. Dass die Yamaha funktioniert, wissen wir, aber jeder weiß auch, dass die Ducati funktioniert. Sie haben dieses Wochenende einen top Job gemacht. Wir müssen daraus lernen und uns für Brünn verbessern.»
Ab wann hat er daran geglaubt, dass 2026 für ihn besser laufen könnte als 2025? «Bei unserem letzten Test in Most war es schon ziemlich gut. Danach habe ich schon erwartet, dass es dieses Jahr besser anfängt als letztes Jahr, das definitiv. Dass es jetzt zwei Mal Podium geworden ist, hätte ich selbst nicht gedacht, ist aber natürlich schön, so ins Jahr zu starten.»
Nun könnte man vermuten, dass sich demzufolge seine Ziele nach dem Wochenende gegenüber vorm Wochenende geändert haben. Dem erteilt er allerdings eine Absage, gekoppelt mit einer Ansage: «Nee, einfach weiter konstant ums Podium mitfahren, mich selbst verbessern und weiterarbeiten, um nicht dauerhaft nur auf Platz 3 zu landen. Allerdings ist es jetzt noch zu früh, um etwas für die nächsten Rennen zu sagen. Der Sachsenring ist immer relativ speziell, da kann man für die weitere Saison kaum Schlüsse ziehen, wie es laufen wird.»
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