Euro MOTO
Jonas Folger hätte bei der Euro Moto in Most nichts gegen eine Überraschung
Im Fokus steht beim spontanen Wildcard-Einsatz von Jonas Folger und dem Freudenberg-Team in der Euro Moto Supersport die Weiterentwicklung der KTM. Erfolg nicht ausgeschlossen.
Jonas Folger steht am Wochenende vor einer ganz besonderen Aufgabe. Gemeinsam mit dem Freudenberg-Team aus Sachsen soll die KTM RC 990 R unter Rennbedingungen eingesetzt werden, um einen weiteren Schritt in Richtung ihrer Entwicklung zu einer echten Rennmaschine zu machen.
Der 32-jährige Jonas Folger, der hauptberuflich als Entwicklungsfahrer für KTM tätig ist, und das in Bischofswerda ansässige Team unter der Leitung von Casten Freudenberg haben im Rahmen dieses Projekts bereits mehrere Testfahrten absolviert. Ziel ist es, die KTM RC 990 R zu einer renntauglichen Maschine weiterzuentwickeln.
«Zunächst einmal möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken, die es uns ermöglicht haben, mit diesem noch jungen Projekt an unserem ersten Rennwochenende teilzunehmen», erklärt der ehemalige MotoGP-Pilot. «Der Einsatz in Most an diesem Wochenende kam sehr kurzfristig zustande. Aber ich freue mich wirklich darauf und bin schon ganz gespannt. Unsere oberste Priorität ist es jedoch, unter Rennbedingungen zu testen. Die Resultate sind definitiv zweitrangig; wir wollen einfach nur ein straffes Programm absolvieren. Ein Rennwochenende mit längeren Sessions und schnellen Fahrern auf der Strecke dürfte sich dafür gut eignen. Dennoch wäre es schön, wenn wir gut abschneiden oder sogar für eine kleine Überraschung sorgen könnten.»
Das dritte Saisonmeeting der Euro Moto – früher bekannt als Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft IDM – auf dem Autodrom Most im Nordwesten der benachbarten Tschechischen Republik dürfte den idealen Rahmen für den nächsten Schritt in diesem noch jungen Projekt bieten.
Weniger Leistung als die Konkurrenz
KTM, das Freudenberg-Team und Folger selbst sind sich bewusst, dass es sich hierbei um einen Test unter Rennbedingungen handelt. Daher werden keine Erwartungen gestellt, zumal die Motorspezifikationen an die ab dem nächsten Jahr geltenden Bedingungen angepasst wurden.
«An dieser Stelle sollte jedoch erwähnt werden, dass wir mit der Spezifikation des nächsten Jahres an den Start gehen», erklärt Folger. «Das bedeutet, dass wir weniger Motorleistung haben als der Rest des Feldes. Es wird also nicht einfach werden. Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Testen des Fahrwerks, und wir haben auch noch ein paar Punkte auf unserer To-do-Liste, was die Ergonomie des Motorrads angeht. Auch wenn unsere Chancen, mit den anderen mitzuhalten, gering sind, freue ich mich sehr auf dieses Wochenende, denn es ist das erste Mal, dass wir als Team mit diesem Motorrad an den Start gehen. Ein Rennwochenende ist immer etwas anderes als ein Test. Allein die Anspannung macht den Unterschied aus. Ich für meinen Teil werde alles tun, was ich kann, damit es in Most ein großartiges Wochenende wird.»
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