Jeffrey Herlings (Honda) über Schweiz-Grand-Prix: Genervt von der Strecke
Das Wochenende in Frauenfeld fing für HRC-Werksfahrer Jeffrey Herlings gut an, doch im ersten Lauf am Sonntag ging er wegen seiner abgesprungenen Kette leer aus. Im zweiten Lauf stürzte er.
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«Die 10 Punkte am Samstag waren ein guter Start ins Wochenende», erklärte HRC-Werksfahrer Jeffrey Herlings nach dem Grand Prix of Switzerland in Frauenfeld. Zur Erinnerung: Sowohl beim Saisonauftakt in Argentinien als auch in Runde 2 in Andalusien ging 'The Bullet' im Qualifikationsrennen leer aus. Der Niederländer nahm sich deshalb vor, seine Leistungen in diesem Bereich zu verbessern. Das gelang ihm zunächst perfekt. Herlings gewann das Qualifikationsrennen am Samstag und sicherte sich damit die ersten 10 WM-Punkte aus einem Qualifikationsrennen.
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Herlings wieder einmal im Pech Im ersten Lauf am Sonntag waren die Bedingungen durch den Regen noch schwieriger als am Samstag. Es bildeten sich tiefe Spurrinnen, aus denen große Steine vom Vorschein kamen, die vermutlich der Killer so mancher Kettenführungen wurden. «Ich habe in der Kurve dieselbe Spurrille wie ein paar andere Fahrer genommen», erklärte 'The Bullet', der die Lücke zum führenden Tom Vialle schließen konnte und dessen Körpersprache dokumentierte, dass er den Laufsieg wollte, nicht Platz 2 oder 3. «Als mir die Kette abgesprungen war, konnte ich es nicht glauben. Ich habe versucht, sie wieder draufzubekommen, aber es funktionierte nicht, also musste ich ein DNF hinnehmen.» Revanche im zweiten Lauf «Im zweiten Lauf habe ich dann versucht, diesen Rückschlag wieder wettzumachen. Ich hatte einen guten Start und wollte am Führenden dranbleiben, konnte das Tempo aber nicht mitgehen und habe mich also darauf konzentriert, möglichst viele Punkte mitzunehmen.» Tim Gajser (Yamaha) setzte in den letzten 10 Minuten den Niederländer auf Platz 2 massiv unter Druck. Zwei Minuten vor Rennende war Gajser am Hinterrad von Herlings. Vor genau jener Kurve, die ihm schon im ersten Lauf zum Verhängnis geworden war, musste er Noah Ludwig überrunden. Herlings bremste an, verlor die Kontrolle und stürzte. Gajser, der ihm direkt folgte, konnte gerade noch ausweichen. Herlings konnte auf Platz 3 weiterfahren und kam schließlich mit 15 Sekunden Rückstand hinter Sieger Lucas Coenen (KTM) und Tim Gajser ins Ziel.
Am Ende genervt «Der Sturz am Ende des Rennens nervt natürlich», grübelt Herlings. «Es war insgesamt kein wirklich positives Wochenende und ich bin froh, dass es so eine Strecke nur einmal im Kalender gibt.» Bei der Strecke in Frauenfeld scheiden sich die Geister. Während der «alte» Retortenkurs auf dem Gelände der Schweizer Zucker AG als moderne Motocross-Strecke anerkannt war, steht die heute wieder verwendete Oldschool-Strecke teilweise in der Kritik: Zu wenige Linien, zu tiefe Rillen und für die Zuschauer zu unübersichtlich im Vergleich zum Zuckerfabrik-Kurs, bei dem die gesamte Strecke eingesehen werden konnte. Doch die Diskussion Schollenholz vs. Zuckerfabrik ist obsolet, denn die heutige Lösung (Fahrerlager in der Zuckerfabrik, Strecke am Schollenholz) ist ein langwierig ausgehandelter Kompromiss zwischen den Organisatoren, den Behörden und den schweizerischen Umweltverbänden.
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Ich bin froh, dass es so eine Strecke nur einmal im Kalender gibt.Jeffrey Herlings
Herlings auf WM-Rang 3 Nach 3 von 19 WM-Runden rangiert Jeffrey Herlings in der WM-Tabelle auf Platz 3 hinter Lucas Coenen (KTM) und Grand-Prix-Sieger Tom Vialle mit einem Rückstand von 12 Punkten zur Spitze.
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