Beim Motorradhersteller KTM AG in Oberösterreich herrscht nach dem ersten Produktionstag wieder viel Zuversicht – es werden zudem weiterhin neue Mitarbeiter gesucht.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Am 28. Juli liefen bei der KTM AG an den Standorten Mattighofen und Munderfing wieder die Bänder an. Nach dem Ende der ersten Schicht um kurz nach 14 Uhr waren viele zufriedene Gesichter zu sehen. KTM hat den zweiten Start nach der Existenzkrise in den frühen 1990er-Jahren geschafft. Die Erleichterung war spürbar. Jetzt geht es unter CEO Gottfried Neumeister an die Ausrichtung für die Zukunft.
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Viele der älteren Mitarbeiter identifizieren sich mit KTM und hoffen, dass sie nun bis zur Pensionierung bei KTM bleiben können. Die Abteilungsleiter hielten kurze Ansprachen – es gab Applaus. Der KTM-Betriebsratsvorsitzende Friedrich Baumgartner zeigte sich am Montag gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten" zuversichtlich: "Es war ein perfekter erster Tag! Es ist wieder auf vier Linien produziert worden. Es tut gut, in glückliche Gesichter schauen zu können. Die Stimmung ist sehr positiv, alle Mitarbeiter sind zurück – keiner hat gefehlt." Zu den Zahlen: 750 Mitarbeiter wurden im Zuge der Sanierungsverfahrens abgebaut – in Munderfing und Mattighofen arbeiten aktuell 3.000 Personen. Pro Linie können pro Tag 60 bis 70 Straßen-Bikes gefertigt werden – 160 im Offroad-Segment. 500 Zulieferer sind aktuell mit der KTM AG verbunden. Etwa 80 Prozent der Teile stammen gemäß KTM aus Europa.
Die Händler und Kunden warten bereits auf die angekündigte Palette für das Jahr 2026. Auf den vier Fertigungslinien werden aktuell die Modelle KTM 250 SX-F, KTM 690 Enduro R, die KTM 50 SX und die GASGAS MC 125 hergestellt. Der Fokus liegt in Oberösterreich aktuell klar auf dem Offroad-Segment, dort wo die Marke KTM herkommt. Mehr als 50.000 Bikes wurden im ersten Halbjahr an Händler und Importeure verkauft – für die Phase eines Sanierungsverfahrens ist dies mehr als bemerkenswert. 100.000 Einheiten wurden an Endkunden abgesetzt. Dadurch wurde der weltweite Lagerbestand um mehr als die Hälfte reduziert.
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Baumgartner hofft, dass jetzt rund um das Unternehmen auch wieder Ruhe einkehre und sich die Firma erholt. "Das Blatt wendet sich, das Unternehmen will wieder wachsen und sucht Mitarbeiter, das ist ein gutes Zeichen und stimmt mich zuversichtlich", so der Betriebsrats-Boss. Wichtig: Die Lieferketten laufen wieder reibungslos.
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Fakt ist: Die Rendite muss am Ende stimmen – der indische Partner und Retter Bajaj verlangt etwa acht Prozent an Zinsen für das bereitgestellte Kapital. Der kolportierte Umsatzrückgang ist angesichts des Sanierungsverfahrens und des Produktionsstopps in Oberösterreich erklärbar.
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