KTM: Sparkurs zeigt Wirkung – EU-Unterstützung für entlassene Mitarbeiter
Der indische Bajaj-Konzern hat den Finanzbericht der KTM AG für das Jahr 2025 veröffentlicht. Dazu gab es positive Nachrichten aus den Büros der Europäischen Union in Brüssel.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Sowohl für aktuelle als auch für ehemalige Mitarbeiter der KTM AG gibt es gute Nachrichten. Diese kamen einerseits von der EU aus Brüssel: 420 bei KTM im Zuge des Sanierungsverfahrens entlassene Mitarbeiter sollen mit 1,8 Millionen Euro beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt werden. Das EU-Parlament hat dafür insgesamt 3,7 Millionen Euro für die Region an Unterstützung aus dem «Europäischen Globalisierungsanpassungsfonds für Arbeitnehmer» abgesegnet.
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Es wurde auch der Finanzbericht des Motorradherstellers Bajaj Mobility AG veröffentlicht, die Inder sind seit Ende des Jahres 2025 Mehrheitseigentümer von KTM. Inhaltlich wurden dabei die zuletzt kommunizierten Zahlen bestätigt. Nach einem schwierigen Jahr meldet der Konzern nun eine deutliche Trendwende: Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2025 hat sich das Geschäft spürbar erholt, die Verkaufszahlen sind um rund 60 Prozent gestiegen. KTM-Verschuldung wurde halbiert In Summe steht ein Gewinn von knapp 600 Millionen Euro bei einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Die Nettoverschuldung konnte von 1,643 Milliarden auf 798 Millionen Euro gesenkt werden. Auch der freie Cashflow hat sich deutlich verbessert. Möglich wurde das durch einen restriktiven Sparkurs: Lagerhaltung wurde abgebaut, Geschäftsbereiche verkauft und Schulden deutlich reduziert. Der Lagerbestand sank rapide von 250.000 auf 147.000 Fahrzeuge. In Summe wurden 210.000 Einheiten verkauft.
KTM-CEO Gottfried Neumeister sagte dazu: «Bereits Stand heute konnten wir mehr als doppelt so viele Motorräder verkaufen als im ersten Quartal des Vorjahres. Auch der Abbau des Lagers schreitet äußerst gut voran.» Rückenwind bringt ein neuer Kredit über mehr als eine halbe Milliarde Euro. Für das Geschäftsjahr 2026 setzt die KTM AG wie berichtet auf neue Modelle und will wieder profitabel wachsen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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