Luca Marini über Strafversetzung: «Es hat keinen Sinn, darüber zu reden!»
Der Samstag des MotoGP-Wochenendes in Austin lief holprig für Honda-Pilot Luca Marini. Nicht nur wegen einer Strafe sind die Aussichten für den Grand Prix am Sonntag nicht gerade gut.
Schon am Freitag nach dem Zeittraining war sich Luca Marini sicher: «Wir werden uns am Samstag verbessern müssen, denn Aprilia und Ducati werden einen großen Schritt vorwärts machen!» Gerade hatte der Honda-Pilot da den neunten Rang herausgefahren, den er im Q2 wiederholte und auf dieser Position auch ins Sprintrennen startete. Die Befürchtung, dass die Konkurrenz über Nacht stärker werden würde, sollte sich für Marini bestätigen, zumal auch KTM in Qualifikationstraining und Sprintrennen weiter vorn mitmischte als von ihm ohnehin befürchtet. Doch der eigene Schritt nach vorn vom Fahrer mit der Nummer 10 blieb aus, im Gegenteil: «Seit Samstagmorgen fühle ich mich nicht mehr so wohl wie noch im Zeittraining. Wir haben etwas am Motorrad verändert, doch das hat nicht funktioniert. Zwar haben wir die Änderungen vom Morgen rückgängig gemacht, dennoch läuft es nicht so gut wie zu Beginn. Mir fehlt einiges!»
Dank eines guten Starts ins Sprintrennen und einer Fahrt ohne Zwischenfälle, bei Stürzen der Konkurrenz, fuhr Marini dennoch auf dem sechsten Platz über die Ziellinie. Wie der Großteil des Feldes hatte der Italiener auf den weichen Hinterreifen gesetzt. Eine Wahl, von der er offenbar nicht restlos überzeugt war, wie eine Aussage nahelegte: «Schon für das Sprintrennen war der Medium-Reifen die bessere Wahl. Aber wenn die gesamte Konkurrenz auf den weichen Reifen setzt, dann ist es wichtig, dasselbe zu tun.» Jorge Martin war gegen den Strom geschwommen und hatte, mutmaßlich auch durch die Wahl seiner Pneus, in der letzten Runde des Sprintrennens gegen Pecco Bagnaia den Sieg erkämpft.
Rückversetzung um zwei Startplätze
Im Hinblick auf den weiteren Verlauf des Rennwochenendes klang der Rossi-Halbbruder pessimistisch. Die Spitzengruppe zu ärgern sei für ihn kaum realistisch: «Die Top-5 sind wirklich schnell unterwegs! Da mitzuhalten, wird schwierig für uns.» Zumal die Ausgangsposition des sechsfachen GP-Siegers für das Hauptrennen noch schwieriger wird: Durch eine Behinderung von Marc Marquez im Q2 wird Marini am Sonntag zwei Plätze weiter hinten von Rang 11 ins Rennen gehen. Der 28-Jährige hielt offenbar wenig von der Entscheidung der Rennleitung, ihn in der Startaufstellung zurückzuversetzen. Aber: «Es hat keinen Sinn, darüber zu reden!», so die deutlich angefressene Antwort. Hoffnung mache die Aussicht auf wärmere Temperaturen und die harmonischere Zusammenarbeit seiner RC213V mit den Reifen.
Der sechste Platz im Sprintrennen brachte Luca Marini vier WM-Zähler. Im Gesamtklassement liegt er damit mit 15 Punkten auf Rang 10. Alex Marquez liegt 3 Zähler davor.
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