Stolz statt Frust: Fabio Di Giannantonio (VR46) mit positivem Mindset
Nach dem MotoGP-Sprint auf dem COTA war Fabio Di Giannantonio (VR46) gefasst. Der Italiener, der nach der Kollision mit Marc Marquez vorzeitig ausschied, richtete den Blick gleich wieder nach vorne.
Fabio Di Giannantonio hätte allen Grund gehabt, frustriert auf das missglückte Überholmanöver von Marc Marquez zu reagieren, dass das Rennen des Polesetters bereits in der ersten Runde beendete. Für den VR46-Piloten ist die Marschroute klar: «Der Schlüssel wird sein, in der ersten Runde weiter vorne dabei zu sein, um meinen Rhythmus zu finden.»
Stolz auf Manöver gegen Marquez überwiegt bei Di Giannantonio
Genau das war im Sprint nicht möglich – wegen Pedro Acosta. «Pedro hat einen großartigen Job gemacht und mich blockiert. Wir müssen analysieren, wie wir so etwas in Zukunft verhindern. Wenn wir uns auf uns konzentrieren und unseren Rhythmus fahren, haben wir im Rennen eine Chance.» In den ersten Kurven fiel er bis auf Platz 4 zurück.
Trotz des frühen Sturzes spricht der Italiener mit Stolz über eine Szene aus der Anfangsphase, in welcher er Marc Marquez überholte. «Auf dieses Überholmanöver bin ich stolz. Das war keine einfache Aktion. Du gehst von rechts nach links, musst präzise sein, weil es viele Bodenwellen und unterschiedliche Neigungen gibt.»
«Diggia» abgeräumt: Gereifter VR46-Pilot hegt keinen Groll
Dass Marc Marquez ihn abgeräumt hat, könnte man zum Anlass nehmen, wütend zu sein. «Diggia» denkt anders: «Es gibt zu viele positive Dinge. Ich habe keine Zeit, wütend zu sein. Ich fahre auf einer der besten Strecken der Welt gegen die besten Fahrer, starte schlecht und stelle ein paar Stunden zuvor den Rundenrekord auf. Wieso soll so eine Szene alles zerstören?» Stattdessen sieht der das große Ganze: «Ich muss an meinen Weg denken. Das ist nur ein kleines Hindernis auf dem Weg zurück zu Siegen.»
Dass er heute so gelassen reagiert, führt Di Giannantonio auch auf seine persönliche Entwicklung zurück. «Was hätte ich mit 20 Jahren gemacht? Mamma mia – das wäre ein Desaster!»
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