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Tom Lüthi: Nein zu Ajo-KTM, Ja zum Garage-Plus-Team

Tom Lüthi suchte die besten Voraussetzungen für die Moto2-Titeljagd 2017. Jetzt hat er sch entschieden und dem Red Bull-KTM-Ajo-Team einen Korb gegeben.

Moto2

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Bis zum GP von Österreich auf dem Red Bull Ring wollte sich Tom Lüthi entscheiden, ob er 2017 die Moto2-WM wieder im Team Garage Plus Interwetten von Olivier Métraux bestreitet oder ins Ajo-Motorsport-Team wechselt, das von Kalex auf KTM umsteigt und einen Nachfolger für Weltmeister und WM-Leader Johann Zarco sucht.

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Tom Lüthi war hin- und hergerissen, denn er möchte einerseits den Kontakt zu KTM vertiefen, anderseits will er bald ernten, was er im Schweizer Team in den ersten zwei Jahren (2015 und 2016) gesät hat – und 2017 nach den Klassenwechseln von Zarco, Rins, Lowes und Folger endlich um den Moto2-Titel fighten.

Ob so ein Titelkampf bei Ajo-KTM im ersten Jahr mit der Moto2-KTM gleich gewährleistet wäre, ist fraglich. "Wir haben niemandem versprochen, dass wir mit unsere neuen Maschine gleich im ersten Jahre Weltmeister werden können", sagt Pit Beirer, Motorsport-Direktor von KTM. "Denn Speed-up und Kalex machen einen Super-Job, sie legen die Latte verdammt hoch."

Deshalb ist inzwischen bei Ajo und KTM in Österreich durchgesickert: Vor der Abreise zum GP von Österreich hat sich Tom Lüthi (29) entschieden, dass er eine weitere Saison beim Garage Plus Interwetten-Team bleibt, wo Domi Aegerter und Robin Mulhauser weiter als Teamkollegen vorgesehen sind.

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"Der Kontakt zu KTM ist eng durch die MotoGP-Tests", hielt Tom Lüthi vor zwei Wochen nach den Moto2-Tests in Spielberg fest. "Es ist ein spannendes Projekt, das KTM für die Moto2-WM 2017 geplant hat. Vor allem wird es jetzt von KTM übernommen, es wird nicht mehr bei WP outgesourct sein. Ich habe die Leute bei KTM kennen gelernt. Das sind sehr, sehr gute Leute. Das ist ein interessantes Projekt."

Trotz der Entscheidung für das Schweizer Moto2-Team will Tom Lüthi die MotoGP-Testfahrten für KTM 2017 fortführen. 2016 wird er noch einen Test mit der 270 PS starken Vierzylinder-1000-ccm-V4-RC16 in Misano absolvieren.

Tom Lüthi hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber er ist überzeugt, dass er in seinem aktuellen Umfeld mit Crew-Chief Gilles Bigot 2017 ausgezeichnete Titelchancen vorfinden wird.

Der von Domi Aegerter angedachte Umstieg von Kalex von Suter ist vom Tisch. Das dürfte eine der Forderungen des aktuellen WM-Vierten Lüthi gewesen sein, der 2016 den Katar-GP gewann.

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Teammanager Fred Corminboeuf war von Tom Lüthi über die Verhandlungen mit Ajo-KTM informiert. Er kann jetzt aufatmen: Sein bestes Pferd im Stall wird zumindest 2017 im Team bleiben.

"Der Wechsel des Crew-Chiefs Gilles Bigot von Domi Aegerter zu mir für die Saison 2016 hat sich gut ausgewirkt", hat Tom Lüthi mehrmals betont. "Ich bin mit meiner aktuellen Mechaniker-Truppe sehr, sehr happy. Da weiß ich, was ich habe. Das funktioniert top", hatte Tom vor zwei Wochen auf dem Red Bull Ring erklärt.

Tom Lüthi (er blieb in Assen und Sachsen punktelos) war sich bewusst, dass er vor einer weitreichenden und wichtigen Entscheidung stand. Denn wenn er 2017 Moto2-Weltmeister wird oder zumindest ernsthaft um den Titel kämpfen kann, könnte er auch mit 30 Jahren noch in die MotoGP-WM wechseln. Am liebsten mit KTM, das 2018 erstmals auch ein Kundenteams beliefern wird und 2017 bereits ein offizielles Werksteam mit Pol Espargaró und Bradley Smith bildet.

Tom Lüthi denkt auch bereits an die Zukunft nach seiner aktiven Karriere. Auch da können ihm Unternehmer Olivier Mètraux (bei Firmen CarXpert, Derendinger, Garage Plus und so weiter) und das Schweizer Team durchaus berufliche Perspektiven für die Zeit nach der Rennfahrerlaufbahn bieten.

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