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Choonia (Mahindra): Getriebe, erster Sieg & Aufstieg
Der indische Hersteller Mahindra absolvierte beim Misano-GP 2016 seinen 100. Grand Prix. Mufaddal Choonia, CEO von Mahindra Racing, sprach nun über die Entwicklungen der Saison 2016.
Moto3
Im Artikel erwähnt




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Der beste Mahindra-Pilot ist in dieser Saison Francesco Bagnaia aus dem Aspar-Team. Der Italiener liegt derzeit auf dem siebten WM-Rang. In Assen hatte er für den ersten Mahindra-Sieg in der Weltmeisterschaft gesorgt, in 14 Rennen stand er vier weitere Male auf dem Podest. Doch der zweitbeste Mahindra-Pilot findet sich erst auf dem 14 WM-Rang: Jorge Martin. Sein bestes Resultat war ein zweiter Platz im Regen von Brünn, als Peugeot-Pilot John McPhee siegte.
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Die Maschinen der Mahindra- und Peugeot-Teams sich baugleich. Peugeot-Pilot McPhee liegt auf dem 19. Gesamtrang, sein Teamkollege Albert Arenas, der den entlassenen Alexis Masbou im Team Peugeot MC Saxoprint von Ingo und Florian Prüstel ersetzt, blieb bisher punktelos. Ernüchternd: Unter den weiteren Mahindra-Piloten Darryn Binder, Tatsuki Suzuki, Fabio Spiranelli, Marcos Ramirez, Stefano Valtulini und Lorenzo Petrarca konnten nur Suzuki und Binder punkten. Sie belegen die Gesamtränge 26 und 30. Mahindra-Wildcard-Pilot Stefano Manzi beeindruckte in Silverstone mit Platz 4. Mit SPEEDWEEK.com sprach Mufaddal Choonia, CEO von Mahindra Racing, über die Entwicklungen der Marke Mahindra in der Weltmeisterschaft.
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Das neue Getriebe, das seit dem Deutschland-GP eingesetzt wird, war für Mahindra 2016 ein Fortschritt?
Ja, wir waren sehr froh, dass alle Fahrer das neue Getriebe sofort mochten und als Verbesserung empfanden. Das war ein wichtiger Schritt für uns. Das alte Getriebe hatte manchmal seinen eigenen Kopf, das war das Problem.
Worin bestanden die Probleme des alten Getriebes? Es gab zwei oder drei Schwierigkeiten damit. Manchmal beschwerten sich die Fahrer, dass die Gänge nicht reingingen. Das hat in einer Klasse wie der Moto3, wo die Abstände an der Spitze meist nur wenige Zehntel oder Hundertstel betragen, große Auswirkungen. Das war das erste Problem. Das zweite war, dass manchmal unbeabsichtigt in den Leerlauf geschalten wurde. Vor allem John McPhee beklagte sich darüber.
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Lag das an der falschen oder schlechten Konstruktion des Getriebes? Nein, wir verwendeten dieses Getriebe zwei Jahre. Was in diesem Jahr passierte, ist, dass wir einen neuen Motor hatten und daher ein paar Modifikationen am Getriebe vornehmen mussten. Das funktionierte nicht zu hundert Prozent. Wir wollten uns eben zuerst auf den Motor konzentrieren, um dann während der Saison das Update des Getriebes bringen zu können. Wir arbeiteten dafür mit der englischen Firma Nova zusammen. Sie sind auf Renngetriebe spezialisiert. Da die menschlichen Ressourcen begrenzt sind, ist es wichtig, dass meine Leute so entlastet werden und sich auf ihre Hauptaufgaben konzentrieren können. Doch natürlich haben unsere Ingenieure eng mit Nova zusammengearbeitet. Wie wirkte sich die Nachricht vom ersten Moto3-Sieg für Mahindra in Indien aus? Es war ein historischer Erfolg für uns. Viele Menschen in Indien verfolgen den Motorradsport, die sind verrückt danach. Die Journalisten dort haben sehr viel über den Sieg geschrieben. Es ist nicht nur das erste Mal, dass ein indischer Hersteller in der Motorradweltmeisterschaft siegreich war, sondern auch das erste Mal, dass ein indischer Hersteller bei einem Weltmeisterschaftslauf in irgendeinem Motorsport gewonnen hat, sei es Formel 1, Offroad oder sogar Truck-Racing.
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Wird dieser Sieg das Management von Mahindra dazu bewegen, der Rennabteilung für 2017 mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen? Wir hatten nie zu wenig Ressourcen. Ich habe bisher immer den Betrag bekommen, den ich brauchte. Auch als ich um 25 Mitarbeiter bat, habe ich nicht nur 15 erhalten. Sie haben mir immer das gegeben, was ich wollte. Im Rennsport gibt es keine halben Sachen. Entweder investierst du genug, um an die Spitze zu kommen oder du lässt es sein. Unser Unternehmen versteht das. Wie sieht die derzeitige Zusammenarbeit mit Suter Racing Technology aus? Suter beliefert uns derzeit nur noch mit Teilen. Wir kaufen gewisse Teile von ihnen. Mehr ist es nicht mehr.
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Ist ein Aufstieg in die größeren GP-Klassen reizvoll? Indiens Zweirad-Markt beschränkt sich zum größten Teil auf Fahrzeuge bis 125 ccm. Natürlich gibt es auch ein paar größere Maschinen, aber der Prozentsatz ist sehr gering. Es geht uns darum zu zeigen, dass unsere Marke technisch ganz weit vorne liegt, daher ist dies die beste Klasse für uns. In den letzten Jahren kamen aber viele für die Kunden neue Marken aus Europa und Asien auf den indischen Markt. Das bedeutet, dass die Kunden nun genau wissen, wie die Technologie der anderen Hersteller aussieht. Daher hilft der Rennsport uns auch im Bereich Marketing sehr gut weiter.
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