KTM/Husqvarna: Brad Binder fix! Auch Miguel Oliveira?
Der erfolgreiche Moto3-Teambesitzer Aki Ajo sucht schlagkräftiges fahrerisches Personal. Brad Binder wird bei Red Bull-KTM Jack Miller ersetzen. Kommt auch Miguel Oliveira?
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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In der Moto3-Klasse herrscht ein dichtes Gedränge an Spitzenteams, ausserdem mischen mit Honda, KTM, Husqvarna und Mahindra vier Werksteams mit.
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Dadurch entsteht ein eklatanter Mangel an Siegfahrern, zumal Jack Miller verlässlich aufsteigt (MotoGP bei LCR-Honda) und auch Alex Rins und Alex Márquez bei etlichen Moto2-Teams (Pons, Italtrans, Marc VDS usw.) auf dem Wunschzettel stehen. Teambesitzer Aki Ajo bekam von KTM-Rennchef den klaren Auftrag, punkto Fahrerverpflichtung in erster Linie bei der Konkurrenz aktiv zu werden und nach Möglichkeit kein anderes KTM-Team zu schwächen. Deshalb sah er sich bei Honda (er wollte Alex Rins oder Alex Márquez) und bei Mahindra um.
Ein heftiges Tauziehen ist zum Beispiel um den 19-jährigen Ambrogio-Next-Mahindra-Privatfahrer Brad Binder entbrannt, der auf dem Sachsenring mit Platz 2 brillierte und in Brünn Sechster wurde, in der WM liegt er jetzt an zehnter Position.
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Binder hat wohl schon in der Sommerpause für 2015 bei Aki Ajo unterschrieben, wo er 2015 eine Werks-KTM oder Husqvarna steuern soll.
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Doch Binder hatte seinen Ambrogio-Vertrag nicht aufmerksam gelesen.
Denn als Ajo den Vertrag mit Binder bei der Teamvereinigung IRTA vorlegte, um dessen Nennung für 2015 abzugeben, wurde der finnische Teambesitzer zurückgewiesen. Der Grund: Der italiensiche Ambrogio-Teambesitzer Fiorenzo Caponera hat bis Ende November sozusagen das Vorkaufsrecht auf Binder. Und er könnte bis zu diesem Termin nur für ein anderes Team unterschreiben, wenn es sich um das Mahindra-Werksteam handelt.
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Also mussten Binder, Caponera und Ajo eine Lösung finden. Caponera fackelte nicht lange und gab Binder per Saisonende frei. "Ich will keinen Fahrer zwingen, bei mir zu fahren, wenn er nicht will", meinte der Italiener. Aki Ajo: Wieder Ärger mit Miguel Oliveira Aki Ajo hat unterdessen auch (wie schon Ende 2011) einen Vertrag mit dem Portugiesen Miguel Oliveira abgeschlossen, doch auch mit dem Mahindra-Werksfahrer existieren vertragliche Probleme. Er hat nämlich in seinem Mahindra-vertrag eine Klausel, wonach sich der Vertrag automatisch verlängert, wenn Mahindra das finanzielle Angebot eines Konkurrent-Teams "matcht", also mit der Gage gleichzieht. Und das scheint jetzt geschehen zu sein.
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Oliveira und Ajo hatten schon einmal Ärger. Im November 2011 zog Oliveira trotz eines Ajo-Vertrags für 2012 einen Honda-Deal bei Alzamora vor. Ajo engagierte an seiner Stelle den späteren Weltmeister Sandro Cortese. Oliveira ist wohl als Nachfolger von Danny Kent bei Red-Bull-Husqvarna vorgesehen. Aber nach dem dritten Platz in Brünn könnte der Engländer 2015 noch einmal eine Chance bekommen. Er liegt in der WM nur fünf Punkte hinter Oliveira und ist punktegleich mit Binder. Als Zuschauer in der ersten Reihe bei all diesen Machenschaften sitzt der spanische Mapfre-Teambesitzer Jorge "Aspar" Martinez aufmerksam in der ersten Reihe, der sowohl Binder als auch Oliveira auf seiner Kandidatenliste für das Moto3-Team (2015 wieder mit zwei Piloten) stehen hat. Oder hatte.
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