Moto3-Rookie Leo Rammerstorfer: «Freue mich, nicht Letzter zu sein»
Der Grand-Prix-Rookie aus Oberösterreich beeindruckte auch am zweiten Trainingstag in Thailand mit einer konstant steilen Lernkurve. Rammerstorfer wird am Sonntag aus der achten Reihe starten.
Spätestens am Samstag war es unmöglich, die Tatsache zu ignorieren, dass die Moto3-Weltmeisterschaft 2026 unter subtropischen Bedingungen in Südostasien beginnt. Während die Temperaturen am frühen Morgen noch erträglich waren, brannte kurz nach der Mittagspause, als die die Qualifyings der Moto3-Klasse stattfanden, die Sonne gnadenlos vom Himmel über dem Chang International Circuit in Buriram.
Für Leo Rammerstorfer, den einzigen deutschsprachigen Fahrer in diesem Jahr, begann der Tag so, wie der Freitag geendet hatte. Bei noch kühleren Bedingungen fand der 21-jährige Honda-Pilot im zweiten freien Training schnell seinen Rhythmus, lieferte erneut eine fehlerfreie Leistung ab und verbesserte seine Rundenzeit gegenüber dem Zeittraining um etwas mehr als 0,2 sec, was letztlich den 21. Platz bedeutete.
Beflügelt von dieser Leistung ging er hochmotiviert in das Q1, wo er schnell wieder konkurrenzfähige Rundenzeiten fuhr. Nachdem er zunächst den vierten Platz belegt hatte, der den Einzug ins Q2 bedeutet hätte, und kurz darauf knapp zurückgefallen war, geriet Rammerstorfer mit seinem zweiten Reifensatz etwas in dichten Verkehr auf der Strecke.
Qualifying kein «Meisterstück»
Dennoch gelang es dem ehrgeizigen Rennfahrer aus Oberösterreich, in der allerletzten Runde nochmal etwas schneller zu fahren und Q1 auf dem neunten Platz zu beenden, was bedeutet, dass er das Rennen am Sonntag von Platz 23 aus starten wird.
«Es wird definitiv mit jeder Session besser», meinte ein gutgelaunter Rammerstorfer nach seinem ersten Qualifying bei einem Grand Prix. «Das Qualifying war allerding kein Meisterstück. Aber es war auch kein totales Desaster. Ich bin also zufrieden und ich bin auch ein bisschen stolz darauf, dass ich nicht Letzter geworden bin.»
An dieser Stelle verweist er auf einen Dialog mit seinem Vater und Cousin Loris: «Gestern Abend habe ich zu ihnen gesagt, dass ich jeden Platz vor dem letzten Platz feiern würde. Spaß beiseite. Trotzdem denke ich, was ich heute gezeigt habe, war solide. Es war ein bisschen schade, dass ich meine Rundenzeit nicht verbessern konnte. Zumindest war ich genauso schnell wie gestern Nachmittag. Viel wichtiger ist, dass ich die Honda immer besser verstehe und bisher keine Fehler gemacht habe.»
Seine Erwartungen an sein Grand-Prix-Debüt beschreibt Rammerstorfer: «Das Rennen morgen wird allerdings eine harte Probe. Wie gesagt, ich hoffe auf einen Platz unter den Top 20. Dennoch wird es ein langes und schwieriges Rennen, vor allem 19 Runden bei diesen heißen Bedingungen. Die Reifen werden nach einigen Runden deutlich nachlassen. Daher wird es wichtig sein, fehlerfrei zu fahren und so viele Runden wie möglich zu absolvieren. Hitzerennen sind für mich nichts Neues. Aber wenn man aus dem europäischen Winter hierherkommt, ist die Umstellung enorm. Damit muss ich in meinem ersten Grand Prix zurechtkommen.»
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