Le-Mans-Schrott: Alex Marquez machte das MotoGP-Familien-Debakel komplett
Beim MotoGP-Rennen in Le Mans stürzte Alex Marquez eingangs der zweiten Runde. Trotzdem sieht er Ducati gegenüber Aprilia verbessert. «AM73» freut sich, schnell wieder auf die GP26 steigen zu können.
Die ersten Bilder nach dem Sturz in der Kurven-Kombi 3 und 4 auf dem Circuit Bugatti in Le Mans ließen Schlimmes erahnen. Nach dem brutalen Crash von MM93 war einen Moment zu befürchten, dass sie die Gebrüder Márquez gleich gemeinsam ins Krankenhaus würden einchecken können. «Ich bin mir zwar mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen, doch halb so schlimm», gab der Vize-Weltmeister nach dem Rennen entwarnend zu Protokoll.
«Darum ist es besonders wichtig, dass ich in einigen Tagen in Barcelona bereits wieder auf die Ducati steigen kann», ergänzte der Gresini-Pilot. «Nach so einem dummen Sturz ist das wichtig für das Selbstvertrauen». Wieso er zu Fall gekommen war, konnte er nicht genau erklären. «Das Bike begann unstabil zu werden und plötzlich lag ich.» Ob die veränderten Streckenbedingungen schuld am Desaster waren, könne er nicht sagen. «Wie soll ich das nach einer Runde und drei, vier Kurven beurteilen könne», schmunzelte er auf entsprechende Nachfrage. Allerdings hatte er bereits nach dem Qualifying freimütig gestanden, dass das Layout der französischen Strecke nicht besonders gut zu seinem Fahrstil passt.
Im WM-Klassement finden sich die Gebrüder Marquez aktuell auf den Rängen sieben (Marc: 57 Punkte) und acht (Alex 55 Punkte). Dies, nachdem sie in der Vorsaison noch sämtliche Gegner in Grund und Boden gefahren hatten. Der Rückstand der beiden Desmosedici-GP26-Reiter auf WM-Leader Marco Bezzecchi ist bereits beträchtlich: der Aprilia-Fahrer aus Rimini hat bereits mehr als Doppelte an Punkten auf seinem Konto.
Gross beunruhigen lässt sich Alex Marquez von derartigen Rechenübungen allerdings nicht. «Vor zwei Wochen habe ich noch den GP in Jerez gewonnen. Klar sah Aprilia hier in Le Mans sehr gut aus. Aber das kann auch immer mit den Witterungsverhältnissen zusammenhängen. Ich glaube Ducati hat generell eher aufgeholt.» Er sei für das Rennen auf dem Circuit de Catalunya optimistisch, dass man dort um den Sieg fahren könne. Da darf man gespannt sein: Denn auch die Low-Grip-Rennstrecke in Barcelona gilt als Aprilia-freundlich.
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