Honda-Held Johann Zarco: Desaster nach zwei Runden
LCR-Honda-Aushängeschild Johann Zarco war aggressiv in den Flutlicht-Sprint von Katar gestartet. Doch diesmal warf der Franzose das Handtuch und stellte seine RC213V aus Selbstschutz in der Box ab.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Im Qualifying von Losail – Johann Zarco hatte sich erneut direkt für das Q2 in Position gebracht – verfehlte der konstant schnellste Honda-Pilot seine Ansage von einem möglichen Startplatz in Reihe 2 knapp. Nachdem die perfekte Runde auf den soften Reifen nicht zustande kam, blieb es bei Platz 7. Entsprechend hoch waren die Erwartungen des Südfranzosen.
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"Ich hatte bereits ein Ziel erreicht, denn Startplatz 7 war wichtig und positiv – von dort aus wollte ich bereits im Sprint Punkte holen", so Zarco. Doch es kam anders. Zarco mürrisch: "Wir haben eine grobe Fehlentscheidung getroffen und den weichen Hinterreifen auch für das Rennen aufgezogen. Die Erwartung war damit bis zirka drei Runden vor Schluss, vollen Speed zu haben. Aber ich hatte nur zwei Runden, in denen es richtig funktioniert. Ich konnte den Abriss an Grip nicht kontrollieren. Es war schlagartig und auch gefährlich, habe schnell mehrere Plätze verloren und wäre auch mehrfach beinahe vom Bike geflogen."
Der 35-Jährige traf dann eine harte Entscheidung: "So hat es absolut keinen Sinn gemacht. Warum dieses Risiko weitergehen und mich möglicherweise auch noch verletzen? Ich bin dann frühzeitig reingefahren, denn die Vibrationen waren einfach zu heftig. Ein schlimmer Fehler von uns und es ist eine Enttäuschung – auch weil wir hier eine sehr hohe Pace haben."
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In der Tat – in den ersten beiden Runden hatte Zarco Plätze gutgemacht, blieb in Kontakt zur Spitze, um dann rapide an Boden zu verlieren. Für alle Zuschauer sah es nach einem technischen Defekt aus, so deutlich verlor der kämpferische Franzose an Boden. Alleine war Zarco mit seinem Problem nicht. KTM-Pilot Vinales erlitt das gleiche Schicksal, entschied sich aber zu einer Weiterfahrt – ohne WM-Punkte.
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Zarco hakte den kurzen Ritt ab. "Alles, was wir jetzt tun können, ist, es morgen besser zu machen und darauf zu setzen, dass im GP ein kontrollierter Verschleiß stattfindet. Wenn das der Fall ist, dann bin ich sehr guter Dinge."
Nach dem dritten Rennen in Folge ohne WM-Punkte ging es für Johann Zarco auch rückwärts in der Tabelle. Nach sieben Rennen hält Zarco nun Platz 8 – direkt hinter dem Honda-Piloten liegt nun aber bereits die erste Yamaha mit Quartararo. Zumindest in Katar haben sich die Kräfteverhältnisse bei den japanischen Herstellern zu Ungunsten von Honda verschoben.
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