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Honda klopfte an: Jack Miller in die Superbike-WM?

Wenn Jack Miller bis zur Sommerpause nicht einige beachtliche Ergebnisse erzielt, dann hat er in der MotoGP ein Ablaufdatum. Arbeitslos wird der Australier deswegen voraussichtlich aber nicht.

Im Artikel erwähnt

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Jack Millers MotoGP-Karriere stand nach der Saison 2024 vor dem Ende. Der 30-Jährige wurde in seinem zweiten Jahr mit Red Bull KTM von Rookie Pedro Acosta gnadenlos in den Schatten gestellt, schaffte keinen Podestplatz und wurde lediglich WM-14. Dass er für 2025 bei Pramac unterkam, hat er dem Wechsel der Italiener von Ducati zu Yamaha, seiner großen Erfahrung und dem umfangreichen Entwicklungsprogramm der Japaner zu verdanken. Außerdem der Tatsache, dass der Promoter des Phillip Island Grand Prix Circuit in Australien unbedingt einen heimischen Fahrer in der Premier-Class braucht, um ordentliche Ticketverkäufe zu erzielen. Auch wenn der sportliche Erfolg nicht immer herausragend war, erfreut sich Miller bei den Fans großer Beliebtheit – er ist ein ungeschliffener Charakterkopf, der kein Blatt vor den Mund nimmt und auch mal aneckt.

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Mit Pramac Yamaha lief es für den vierfachen MotoGP-Sieger in den ersten sechs Events des Jahres durchwachsen. Beim Auftakt in Thailand war Miller schnell, qualifizierte sich für Startplatz 4 und stürzte im Sprint auf dieser Position liegend. Im Grand Prix in Austin wurde er beachtlicher Fünfter. Und zuletzt in Le Mans lag er mit gleichen Reifen deutlich vor dem späteren Sieger Johann Zarco (Honda LCR), als er in der sechsten Runde in den Kies rutschte. "Jackass" hat in Thailand wie Frankreich zwei mögliche Spitzenergebnisse weggeworfen und liegt nach zwölf Rennen mit 19 Punkten deshalb nur auf dem 17. WM-Rang.

Miller und sein lange verletzter Teamkollege Miguel Oliveira müssen mit ihren derzeitigen Leistungen damit rechnen, ihren Platz nach dieser Saison zu verlieren; mit dem zweifachen Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu gibt es einen ernsthaften Kandidaten als Nachfolger.

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"Das war Veranstaltung Nummer 6 – Schlussfolgerungen, was wir haben und was wir haben wollen, werden wir bis zur Sommerpause ziehen", sagte Paolo Pavesio, Geschäftsführer von Yamaha Motor Racing, im Exklusiv-Interview von SPEEDWEEK.com in Le Mans. "Vorher wäre zu früh für unsere derzeitigen Fahrer. Besonders gegenüber Miguel wäre es sehr unfair, jetzt einen Strich drunter zu setzen. Seine Verletzung war ernsthafter, als wir zuerst dachten."

Sollte Miller seinen Platz bei Pramac Yamaha verlieren, wird er im MotoGP-Paddock keinen neuen finden, da er weder bei VR46 Ducati noch den Honda-Teams auf der Einkaufliste steht und die restlichen Sitze für 2026 vergeben sind.

Ausgeschlossen ist der Wechsel zum japanischen Motorradgiganten aber nicht: Miller hat von Honda ein Angebot für die Superbike-WM erhalten, ließen gewöhnlich gut informierte Quellen gegenüber dem Autor verlauten. Das Team reißt mit seinen Fahrern seit der werksseitigen Rückkehr 2020 bis heute keine Bäume aus, von Jacks Speed, der MotoGP-Erfahrung mit Honda, Ducati, KTM und Yamaha sind die SBK-Verantwortlichen bei der Honda Racing Corporation angetan. Im Gegensatz zu Bimota, BMW, Ducati und Yamaha hat Honda in der Superbike-WM mit Iker Lecuona und Xavier Vierge keinen Fahrer unter Vertrag, der bewiesen hat, dass er in dieser Klasse gewinnen kann.

Yamaha-Spitzenmanager Pavesio hat jedenfalls, unabhängig von den diesjährigen Ergebnissen, eine sehr hohe Meinung von Miller. "Mit seinen ersten beiden Rennen hat er ein Signal gesendet", bemerkte der Italiener. "Er kam von einem anderen Hersteller, war frisch und hatte keine Erwartungen. Als er das 2025er-Bike zum ersten Mal fuhr, verliebte er sich sofort in das Gefühl fürs Vorderrad, das ist unsere Stärke. Sein Fahrstil hat auf Anhieb zu dem Motorrad gepasst, wir hatten über den Winter bereits viel geändert. Ab diesem Moment haben uns die Fahrer viel gegeben – nicht nur Daten. Es gibt auch große interne Konkurrenz, sie treiben sich gegenseitig an."

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"Ich bin aus zwei Hauptgründen glücklich mit Miller", ergänzte Pavesio. "Er hat der Yamaha-Gruppe gleich zu Beginn gezeigt, dass das Motorrad auch einem Fahrer etwas zu bieten hat, der von einem anderen Hersteller kommt. Theoretisch hätte es einige Zeit gedauert, bis er sich anpasst – beim ersten Test in Barcelona hatte er kein Gefühl. Mir gefällt auch seine Attitüde: Er ist ein Teamplayer und denkt positiv. Auch an schwierigen Wochenenden, wenn er seine Leistung nicht abrufen konnte – er stürzt auch etwas zu oft –, hatte er einen positiven Einfluss auf die Gruppe. Letztlich geht es aber um Sport, in dem es eine Zeitnahme und Rangliste gibt. Wir erwarten mehr Konstanz von ihm, das tut er selbst auch."

Ergebnisse MotoGP Le Mans, Rennen (11. Mai):

1. Johann Zarco (F), Honda, 26 Runden in 45:47,541 min

2. Marc Márquez (E), Ducati, +19,907 sec

3. Fermin Aldeguer (E), Ducati, +26,532

4. Pedro Acosta (E), KTM, +29,631

5. Maverick Viñales (E), KTM, +38,136

6. Takaaki Nakagami (J), Honda, +59,527

7. Raúl Fernández (E), Aprilia, +1:10,302 min

8. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +1:10,363

9. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +1:25,791

10. Ai Ogura (J), Aprilia, +1:26,529

11. Luca Marini (I), Honda, +1:32,535

12. Alex Rins (E), Yamaha, +1:35,357

13. Enea Bastianini (I), KTM, 1 Runde zurück

14. Marco Bezzecchi (I), Aprilia, 1 Runde zurück

15. Franco Morbidelli (I), Ducati, 1 Runde zurück

16. Francesco Bagnaia (I), Ducati, 1 Runde zurück

– Alex Márquez (E), Ducati, 4 Runden zurück

– Miguel Oliveira (P), Yamaha, 8 Runden zurück

– Brad Binder (ZA), KTM, 20 Runden zurück

– Jack Miller (AUS), Yamaha, 21 Runden zurück

– Fabio Quartararo (F), Yamaha, 23 Runden zurück

– Joan Mir (E), Honda, 26 Runden zurück

Ergebnisse MotoGP Le Mans, Sprint (10. Mai):

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1. Marc Márquez (E), Ducati, 13 Runden in 19:49,022 min

2. Alex Márquez (E), Ducati, +0,530 sec

3. Fermin Aldeguer (E), Ducati, +2,164

4. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +2,840

5. Maverick Viñales (E), KTM, +5,285

6. Johann Zarco (F), Honda, +7,939

7. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +8,367

8. Alex Rins (E), Yamaha, +8,930

9. Joan Mir (E), Honda, +9,858

10. Raúl Fernández (E), Aprilia, +11,599

11. Jack Miller (AUS), Yamaha, +12,238

12. Luca Marini (I), Honda, +12,458

13. Enea Bastianini (I), KTM, +12,540

14. Ai Ogura (J), Aprilia, +13,610

15. Franco Morbidelli (I), Ducati, +13,752

16. Takaaki Nakagami (J), Honda, +15,381

17. Marco Bezzecchi (I), Aprilia, +15,904

18. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +27,507

19. Pedro Acosta (E), KTM, +28,342

20. Miguel Oliveira (P), Yamaha, +44,807

– Brad Binder (ZA), KTM, 9 Runden zurück

– Francesco Bagnaia (I), Ducati, 12 Runden zurück

WM-Stand nach 12 von 44 Rennen:

1. M. Marquez, 171 Punkte. 2. A. Marquez 149. 3. Bagnaia 120. 4. Morbidelli 85. 5. Di Giannantonio 74. 6. Zarco 72. 7. Quartararo 56. 8. Aldeguer 48. 9. Acosta 46. 10. Ogura 43. 11. Viñales 40. 12. Bezzecchi 38. 13. Marini 37. 14. Binder 32. 15. Bastianini 31. 16. Rins 23. 17. Miller 19. 18. R. Fernandez 15. 19. Mir 12. 20. Nakagami 10. 21. Savadori 8. 22. A. Fernandez 3. 23. Oliveira 2. 24. Chantra 0. 25. A. Espargaro 0. 26. Martin 0.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati, 217 Punkte. 2. Honda 85. 3. KTM 76 4. Yamaha 72. 5. Aprilia 62.

Team-WM:

1. Ducati Lenovo Team, 291 Punkte. 2. BK8 Gresini Racing 197. 3. Pertamina Enduro VR46 Racing 159. 4. Monster Energy Yamaha 79. 5. Red Bull KTM Factory Racing 78. 6. LCR Honda 72. 7. Red Bull KTM Tech3 Racing 71. 8. Trackhouse MotoGP Team 58. 9. Honda HRC Castrol Team 49. 10. Aprilia Racing 46. 11. Prima Pramac Yamaha Racing 24.

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