Neue MotoGP-Starts überzeugen Quartararo nicht: «Man bremst einfach später»
Vor vier Jahren feierte Fabio Quartararo am Sachsenring seinen bislang letzten MotoGP-Sieg. Im MotoGP-Sprint war er mit seiner Yamaha M1 davon weit entfernt, immerhin sprang ein Punkt heraus.
Über den Umweg Q1 schaffte es Fabio Quartararo ins Q2, wo er mit 1:19,383 min Startplatz 6 erreichte. «Ein anständiges Qualifying, würde ich sagen. Viel besser als erwartet», resümierte der Yamaha-Pilot.
Sein Rennziel habe von Beginn an festgestanden: «Mein Ziel war im Grunde das Rennen selbst, weil ich wusste, dass Martin, Bagnaia und Acosta mehr Pace hatten als wir – besonders im Rennen, wo man weiß, dass die Reifen stark überhitzen. Natürlich wollen wir mehr, aber ich glaube, das war das Beste, was wir erreichen konnten.»
Nach starkem Qualifying ging es zurück auf P9
Eine gute Ausgangslage für den Franzosen – zumindest Sprint-Punkte lagen in Reichweite. Doch schon in der Startphase verlor er zwei Plätze an Jorge Martin (Aprilia) und Francesco Bagnaia (Ducati), wenig später fand auch Pedro Acosta (KTM) einen Weg an ihm vorbei. Damit war er Neunter und rettete den letzten verbliebenen Sprint-Punkt über die Distanz.
«Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, denn ich wollte am Freitag ein anderes Setup haben, aber wir haben es nicht ausprobiert. Im zweiten Training haben wir dann es dann versucht. Das Gefühl war in Bereichen, in denen ich vorher Probleme hatte, besser. Wir behalten dieses Setup für morgen und versuchen, die 30 Runden bestmöglich zu nutzen», erklärte der Franzose.
Auf sein Qualifying-Gefühl angesprochen, betonte er zudem, keinen echten Windschatten gehabt zu haben. Zwar sei Raul Fernandez vor ihm gefahren, habe aber etwa drei Sekunden Vorsprung gehabt. «Er brachte keinen zusätzlichen Windschatten. Ich habe mich großartig gefühlt, als ich allein unterwegs war.»
Auf dem Sachsenring kommt es weniger auf Top-Speed an, was der Yamaha entgegenkommen sollte. Das Problem mit der Yamaha M1 sei ohnehin ein anderes «Unsere Aero ist schlicht, wir sind selbst auf den kurzen Geraden 6 oder 7 km/h langsamer. Die Getriebeübersetzung ist sehr kurz, normalerweise fahren wir vom zweiten bis zum sechsten Gang.» Durch die schwache Aero kämpfe er zudem mit Wheelies. Wirklich Spaß mache ihm das Fahren derzeit nicht: «Ich leide sehr, weil ich sehe, wie die anderen im zweiten Sektor davonziehen, weil sie mehr Grip und Wendigkeit haben.»
Mehr Sicherheit beim Start? Quartararo spürte keinen Unterschied
Zur leicht entzerrten Startaufstellung äußerte sich Quartararo kritisch: Für ihn habe sich am Start nichts verändert. «Man merkt zwar, dass es etwas breiter ist, aber der Abstand macht für mich keinen großen Unterschied.»
Mehr Sicherheit verspüre er dadurch nicht: «Der zusätzliche Platz vor der Bremszone bringt am Ende nichts, weil er einfach durch späteres Bremsen wieder aufgebraucht wird. Man kann zwar drei Meter mehr rausholen, bremst am Ende aber später. Ich glaube nicht, dass das hilft.»
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