Charles Leclerc: So profitierte er von Ferrari-Teamkollege Lewis Hamilton
Im Grossbritannien-GP war Charles Leclerc der glückliche Sieger, Lewis Hamilton musste sich mit Platz 3 begnügen. Der Brite trug dennoch seinen Teil zum Triumph seines Ferrari-Teamkollegen bei.
Lewis Hamilton hat sich in diesem Jahr entschieden, bei der GP-Vorbereitung nicht mehr auf den Ferrari-Simulator zu setzen. Der siebenfache Weltmeister erklärte in Miami, dass die virtuell ermittelte Abstimmung seines Fahrzeugs auf der Strecke nicht funktionierte und er sich deshalb nicht mehr darauf verlassen werde.
Gesagt, getan – und der Erfolg gibt ihm Recht. Denn seit dem ersten US-Rennen des Jahres stand der 106-fache GP-Sieger in fünf GP vier Mal auf dem Podest, wobei er das Kräftemessen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya sogar für sich entscheiden konnte.
In Silverstone musste er sich allerdings mit dem dritten Platz begnügen, nachdem er durch einen Boxenstopp während der späten Safety-Car-Phase eine Position an George Russell verloren hatte. Seinen Heim-GP gewann sein Teamkollege Charles Leclerc, der damit seinen ersten GP-Sieg seit 2024 feierte.
Zum Triumph des Monegassen trug auch Hamilton bei, wie er nach dem Fallen der Zielflagge verriet. Denn er verliess sich bei der Suche nach dem Set-up für das Heimspiel auf seinen umfangreichen Erfahrungsschatz, während Leclerc zunächst auf seine eigene Simulator-Arbeit setzte. «Das Set-up, das sich durch den Simulator ergab, unterschied sich klar von jenem, das meine Ingenieure und ich erarbeitet hatten», erklärte Hamilton.
Das Ferrari-Team war in Silverstone vom eigenen Tempo überrascht
«Und ich entschied mich, die Richtung, die wir normalerweise einschlagen, auch beizubehalten, während Charles verliess sich zunächst auf die Simulator-Richtung, am Ende setzte er aber auch auf meine Philosophie. Es stellte sich nämlich heraus, dass dies die Richtige war», fügte der Rekord-GP-Sieger stolz an.
Dass Ferrari in Silverstone gut in Form war, sei eine Überraschung gewesen, verriet Hamilton ausserdem: «Es ist überragend, dass wir ein so gutes Tempo hatten auf dieser Art von Strecke. Damit haben wir definitiv nicht gerechnet. Es ist toll, dass wir als Team so gut abschneiden und so viele wichtige Punkte mitnehmen konnten – ein dickes Dankeschön an das ganze Team, das dies möglich gemacht hat.»
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