Francesco Bagnaia abgeschlagen: «Müssen verstehen, was Alex anders macht»
Nach durchwachsenem Qualifying rettete sich Francesco Bagnaia im Sachsenring-Sprint auf Platz 7. Er spielte keine Rolle im Kampf um ein Podium, sondern kämpfte mit einer untersteuernden Ducati GP26.
Rund lief es im Qualifying für Ducati-Werksfahrer Francesco Bagnaia nicht. Der Italiener musste den Umweg über Q1 gehen, im Q2 reichte es dann nur für Startplatz 11 – die vierte Startreihe. Da sich Marco Bezzecchi beim Sturz in Kurve 7 das Schlüsselbein brach und den Rest des Sachsenring-Wochenendes verpasste, rückte Bagnaia im Sprint auf Platz 10 vor.
Superstart von Bagnaia, danach blieb er stecken
Nach der ersten Runde hatte Bagnaia bereits Fabio Quartararo (Yamaha) und Pedro Acosta (KTM) überholt und kehrte als Siebter aus der ersten Runde zurück. Diese Position gab er bis zur Zielflagge nicht mehr her. Vorne fuhren die Markenkollegen Marc und Alex Marquez sowie Fabio Di Giannantonio in einer eigenen Liga. Die Aprilia-Piloten Raul Fernandez und Jorge Martin lagen in Reichweite, doch Bagnaia kam nicht heran.
Zu seinem Rennen befragt, machte Bagnaia keinen Hehl aus seinen Problemen: «Ich kämpfe stark mit dem Grip, was bei einer Zeitattacke besonders hart ist.» Der Start sei gut verlaufen, er habe versucht, den Fahrern vor sich zu folgen. «Aber sobald der Hinterreifen anfing, nachzulassen, musste ich die Front stärker belasten. Ich konnte nicht mehr so in die Kurven sliden wie die anderen Ducati-Kollegen, mir fehlte der Grip. Sobald ich das Bike ins Rutschen brachte, konnte ich nicht mehr effektiv beschleunigen», klagte der 29-Jährige.
Bagnaia ist sicher: Mehr als Platz 6 wäre nicht drin gewesen.
Ein weiteres Problem sei gewesen, dass er mit Untersteuern zu kämpfen hatte. In den letzten fünf, sechs Runden sei es dadurch besonders schwierig geworden: «Ich habe alles versucht, um an Martin heranzukommen. Ich musste aufhören und Platz 7 ins Ziel retten. Für mich war heute vielleicht Position 6 das Maximum», so der Sieger des Sachsenring-GP 2024.
Auf die Frage, ob der mittelharte Reifen am Sonntag etwas ändern werde, zeigte sich Bagnaia skeptisch. Wichtig ist, dass er vor allem in den Linkskurven kontrolliert rutschen kann. Ein Blick auf die Daten der ersten drei Ducatis hat gezeigt, dass vor allem Alex Marquez besser vom Motorrad unterstützt wird: «Wenn wir verstehen und lösen können, was Alex macht, können wir konkurrenzfähiger sein.» Immerhin: Wiederholte Bagnaia seine Leistung im GP-Rennen, kann sich der Doppelweltmeister in der WM-Tabelle an Pedro Acosta vorbeifahren. Der Abstand beträgt nur noch zwei Zähler.
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