Tarran Mackenzie braucht nach seinem schweren Unfall mehrere Operationen
Bitterer hätte die Superbike-WM in Donington Park für Tarran Mackenzie nicht laufen können: Bei seinem Heimrennen stürzte der Brite im FP2, inzwischen ist das ganze Ausmaß seiner Verletzungen bekannt.
Es war ein sehr seltsamer Crash: Beim Anbremsen auf die letzte Kurve brach Tarran Mackenzie im zweiten freien Training der Superbike-WM in Donington Park am Freitagnachmittag nach einer Bodenwelle zuerst das Hinterrad aus, dann schaukelte sich seine Ducati Panigale V4R auf, warf ihren Fahrer ab und Mensch und Maschine krachten mit wenig Verzögerung in die nahestehende Streckenbegrenzung der 180-Grad-Kehre.
Der Brite war bei Bewusstsein, als die medizinischen Helfer zu ihm eilten, aber schnell wurde klar, dass Mackenzie mehrere schwere Verletzungen erlitten hat. Die Erstdiagnose im Medical Center an der Rennstrecke lautete Gehirnerschütterung und Verdacht auf diverse Frakturen.
Mackenzie wurde in die Universitätsklinik nach Nottingham gebracht, die Ärzte dort bestätigten neben der Gehirnerschütterung Brüche des linken Schlüsselbeins, des Schulterblatts und des linken Schienbeins. Da wegen der Belastung des Kreislaufs nicht alle Brüche auf einmal versorgt werden können, benötigt der 30-Jährige mehrere Operationen. Sein Zustand ist laut Teammitteilung stabil.
«Taz» war zuletzt gut in Form und sorgte im zweiten Hauptrennen in Misano mit Platz 5 für sein zweitbestes Saisonergebnis nach Rang 4 beim WM-Auftakt in Australien. Den Freitag beendete er bei seinem Heimrennen trotz Sturz auf Platz 5 der kombinierten Zeitenliste aus FP1 und FP2.
Nach den Rennen in England ist in der Superbike-WM knapp acht Wochen Sommerpause, bis es am ersten September-Wochenende in Magny-Cours in Zentralfrankreich weitergeht. Ob Mackenzie bis dahin wieder fit ist und für sein Team MGM Optical Express Ducati antreten kann, lässt sich derzeit nicht sagen. In der Gesamtwertung liegt er mit 81 Punkten auf dem 13. Rang.
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