Luca Marini (Ducati/7.): Rekord an Überholmanövern
Luca Marini startete das Sprintrennen aus der ersten Reihe, vermasselte aber die erste Kurve und rettete nach einer epischen Aufholjagd in Texas noch den siebten Platz.
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Bergauf rasant beschleunigen, an der Kuppe voll abbremsen und in eine enge Linkskehre einbiegen: Die erste Kurve des COTA in Austin ist berühmt-berüchtigt als Schauplatz wilder Szenen. Im Sprintrennen war es Luca Marini, der nach dem Start für Herzklopfen sorgte. Nach einem brillianten Qualifying aus der ersten Reihe losgefahren, war der Bruder von Valentino Rossi in dieser ersten Kurve zu spät auf der Bremse, verlor auf der Innenspur kurzzeitig die Kontrolle über seine Ducati, schaffte es aber mit Glück und guten Reflexen, einen Sturz zu vermeiden.
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Weit ins Hinterfeld zurückgefallen, gab Luca sofort wieder Fersengeld, kam als 14. aus der ersten Runde zurück, war bei Halbzeit Neunter und holte im Schlepptau seines Teamkollegen Marco Bezzecchi am Ende den 7. Platz. "Ich bin happy", strahlte der 25jährige. "Ich habe viele Überholmanöver hingekriegt, wahrscheinlich so viele wie noch nie in meiner MotoGP-Karriere. Das war ein Genuss."
Nur das Tohuwabohu in der ersten Kurve war weniger angenehm. "Meine Analyse: Der Asphalt dort ist sehr wellig, und als ich zu bremsen begann, habe ich eine dieser Wellen voll erwischt. Die Gabel ging auf Block, beim Zurückfedern hat sich das Bike geschüttelt. Ich versuchte abermals zu bremsen, noch stärker, doch weil es das erste Rennen des Wochenendes war, war der Belag in diesem Bereich, innen in der Kurve, noch dreckig und hatte wenig Grip. Das Vorderrad blockierte, es war unmöglich, das Bike abzustoppen. Wirklich schade: Ich hatte ein fantastisches Qualifying, aber einen fürchterlichen Start."
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"Wenn nach dem Start alles gut gegangen wäre, hätte ich um den Sieg mitkämpfen können, selbst mit dem harten Vorderreifen, der zwar die richtige Wahl war für die Streckenbedingungen, mir persönlich aber weniger taugt."
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Reifensorgen waren dann auch das Problem bei Marinis Aufholjagd. "Wegen der höheren Temperaturen im Vergleich zum Freitag heizte sich der Vorderreifen gewaltig auf, vor allem beim Fahren im Pulk. Von der sechsten Runde an war der Reifendruck so hoch, dass es fast unmöglich war, weitere gute Manöver auf den Weg zu bringen. Ich habe nur noch versucht, einen Sturz zu vermeiden und heil ins Ziel zu kommen!"
Was ihm bei seiner Aufholjagd besonders auffiel: "Die Kämpfe waren hart, aber fair und sauber, ohne die bisherigen Harakiri-Aktionen. Die Fahrer haben aus den ersten Sprintrennen gelernt, nicht mehr alles auf eine Karte zu setzen – auch ich!" MotoGP-Ergebnis Sprint, Austin (15.4.):
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