«Hall of Fame Dinner»: Sieben Motorrad-Legenden an einem Tisch
Die MotoGP hat mit dem «Hall of Fame Dinner» ein echtes Schmuckstück veröffentlicht. Sieben der größten Motorradrennfahrer aller Zeiten sitzen an einem Tisch und blicken auf ihre Karrieren zurück.
Giacomo Agostini, Valentino Rossi, Jorge Lorenzo, Casey Stoner, Freddie Spencer, Kevin Schwantz und Dani Pedrosa, die zusammen 23 Titel in der Königsklasse gewonnen haben, schwelgen beim «Hall of Fame Dinner» in Erinnerungen und geben spannende Anekdoten aus ihrem Rennfahrerleben preis.
Die MotoGP-Ikonen blicken gemeinsam auf legendäre Rennen zurück und teilen persönliche Erinnerungen. Sie lassen Siege, Rivalitäten und unvergessliche Momente Revue passieren. Für MotoGP-Fans ist das knapp 22-minütige Video, das kürzlich auf YouTube veröffentlicht wurde, ein echter Leckerbissen. Am Tisch sitzen auch Carmelo und Carlos Ezpeleta sowie FIM-Präsident Jorge Viegas.
Dani Pedrosa hat in seiner erfolgreichen Karriere zwar drei WM-Titel gewonnen, jedoch keinen in der MotoGP. Valentino Rossi fragte ihn, in welchem Jahr er dem Titelgewinn am nächsten war? Pedrosa: «2012 und 2013!» Rossi antwortete und zeigte dabei auf Jorge Lorenzo: «2012 wurde er hier Weltmeister.» Pedrosa meinte dann in Richtung Lorenzo: «Ja, er hat gewonnen. Er war immer Erster oder Zweiter. Ich war nicht dazu in der Lage, ihm Punkte wegzunehmen.»
Später fragte Lorenzo seinen ehemaligen Teamkollegen Rossi, wie er sich während seiner Karriere körperlich fit hielt? «Ich trainierte im Fitnesscenter und fuhr Motorrad.» Lorenzo sagte darauf: «Aber du hast keine muskulöse Veranlagung.» Rossi antwortete: «Nein, ich habe da nie sehr zugelegt. 2001 habe ich aber angefangen, ernsthafter zu trainieren – als ich die 500-ccm-Honda fuhr. 2004, mit der Yamaha, habe ich dann noch härter trainiert. Ich habe aber immer versucht, ein Leichtgewicht zu sein, weil ich auch so groß bin.» Pedrosa fragte «Vale», ob er nie Probleme mit Armpump hatte? «Das hatte ich nie», entgegnete der neunfache Champion. «Was für ein Glückspilz», konnte es Pedrosa kaum glauben.
Lorenzo meinte später zu seinem Sitznachbar Casey Stoner: «Ich war nie gut im Improvisieren. Bei mir war es mehr, dass ich mich kontinuierlich verbessert habe. Du bist mehr mit deinem Instinkt gefahren, somit war ich das Gegenteil von dir!» Stoner meinte darauf: «Beide Systeme haben funktioniert. Das ist das Beste daran – es gibt mehr als einen Weg, um die Arbeit zu erledigen. Es gab einige Fahrer, von denen ich viel gelernt habe. Du warst einer von denen, von denen ich fast nichts lernen konnte – ich konnte nicht tun, was du konntest.»
Lorenzo fragte Stoner später, ob er am Ende seiner Karriere mehr gelitten als Spaß hatte. «Ich war nicht hier, um berühmt zu werden, ich war nicht hier, um reich zu werden. Ich war nur hier, um Spaß an dem zu haben, was ich tue», betonte Stoner. «Das bekam ich nicht mehr, ich hatte keine Kontrolle mehr. Überall die verdammte Elektronik! Ich sagte dann zu mir: ‘Okay, ich bin fertig!’»
Womit Kevin Schwantz und Freddie Spencer in der 500er-Ära die größten Probleme hatten, gibt es ebenfalls im Video zu sehen. Ein kurzer Vorgeschmack dazu: «Meine größte Sorge vor dem Start des Rennens war, bei der Suzuki den Leerlauf zu finden», schmunzelte Schwantz.
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