Ducati-Ass Marc Marquez (7.) locker im Q2: Kräfte sparen war angesagt
Weltmeister Marc Marquez schaffte am ersten Tag der MotoGP-WM in Ungarn ohne gröbere Sorgen den wichtigen Einzug in das Q2 und sprach dann offen über seine momentanen körperlichen Defizite.
Marc Marquez war als Siebter im MotoGP-Zeittraining auf dem Balaton Park Circuit drittbester Ducati-Fahrer. Aber speziell im FP1 am Freitagmorgen war der 33-Jährige stark, als er die Bestzeit fuhr. «Ich habe heute einen kräfteschonenden Tag eingelegt, daher bin ich auch nicht müde geworden», meinte er in der anschließenden Medienrunde. «Es ist natürlich nicht der beste Weg, um am Setup und am Fahrstil zu arbeiten, weil es so dann schwer ist, die korrekten Referenzen zu erhalten. Ich habe nur ein paar Runden viel gepusht. Ich werde schauen, ob ich morgen dann meinen Stil verbessern kann.»
Beobachter stellten fest, dass der neunfache Champion nicht so aggressiv wie gewohnt wirkte. Dazu verriet Marc auch sehr offen: «Ich war mehr in Kontrolle, weil ich mich hier auch schlechter gefühlt habe. Schauen wir mal, wie es morgen aussehen wird und ob es besser wird. Was ich nicht haben will, ist ein Sturz hier. Ich habe heute versucht, all diese Dinge gut zu managen. Ich wollte vor allem auch noch etwas Kraft im Tank zu lassen für die beiden anstehenden Rennen.»
Der Ducati-Routinier weiter: «Ich muss Geduld haben, ich sage mir das auch immer. Unter dem Helm ist das dann manchmal schwierig. Ich bin in der Früh raus und wollte gleich Gas geben, das war keine gute Idee. Ich habe dann zurückgeschraubt und versucht, die eine Kurve zu verbessern, wo ich Probleme hatte. Aber es ist alles schwer, vor allem von der mentalen Seite. Wenn man dann irgendwann später bremst, wird es schwierig.» Zu den Ergebnissen sagte Marquez: «Ich war über das FP1 überrascht, aber nicht vom Zeittraining – das war dann ein normales Ergebnis. Ich hatte da eine Position zwischen 5 und 10 erwartet.»
«Morgen wird mein Ziel sein, in den ersten beiden Reihen zu stehen, das wäre ein großer Erfolg. Es war am Nachmittag windig, wir haben dann sofort eine Verkleidung gewechselt. Es geht darum, den besten Support vom Heck zu erhalten.» Dann wurde der Spanier auf die Aussagen einiger Kollegen angesprochen, die Marquez sehr an diesem Wochenende stark sehen. Marc sagte dazu mit einem Lächeln: «Wenn es um vier oder fünf Runden geht, dann ja – aber schon der Sprint geht über 14 oder 15 Runden, da wird es bereits schwierig. Aber es stimmt schon, der Speed ist da. Das haben wir in Mugello gesehen, ich war nicht weit weg von der Pole. Aber über die Distanz – nein! Ich in happy, wenn ich all das höre, aber es ist noch nicht so weit.»
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